Rosmarinus officinalis L.

Anthurium (Flamingoblume)

Pflanzenbeschreibung

• Pflanzenfamilie:
Araceae - Aronstabgewächse

• Herkunft:
Die Anthurien stammen aus den tropischen Regenwäldern von Mittel- und Südamerika. Sie wachsen teilweise auch als Epiphyten. Es gibt über 500 Arten.

• Sortiment:
Anthurium andraeanum Linden ex Andre Anthurium scherzerianum Schott. Heute werden vornehmlich Anthurium - Hybriden als Zimmerpflanzen angeboten. Am häufigsten die Anthurium andraeanum - Hybriden. Die Anthurium scherzerianum - Hybriden waren früher häufiger vertreten. Es gibt viele neue Hybriden. Anthurium crystallinum Linden et André wird hauptsächlich wegen der Blattzeichnung gehalten. Viele Anthurium-Arten haben weniger attraktive Hochblätter ("Blüten") und sind wegen ihrer Größe in der Zimmerkultur nicht vertreten.




• Pflanzengestalt:
Die Anthurien sind wegen ihrer meist roten Hochblätter, hier Spatha genannt, attraktiv. Es gibt auch weiße oder rosa Spatha, inzwischen sogar Züchtungen mit dunklen violetten Hochblättern. Bei verschiedenen Neuzüchtungen gibt es auch verlaufende Blütenfarben. Bei A. andraeanum sind die Blätter ledrig dunkelgrün und glänzend. Bei A. scherzerianum dagegen etwas matt. Die unterschiedliche Blattform von A. scherzerianum und A. andraeanum können Sie auf den Bildern deutlich erkennen. Der "Kolben" ist bei A. andraeanum meist aufrecht oder gerade, weiß bis gelb und hellgrün. Bei A. scherzerianum meist spiralig gedreht und rot.

• Ansprüche an den Standort:
Hell aber keine pralle Sonne. Warm nicht unter 18 °C im Winter. Möglichst warme Füße. Einzig wird bei Anthurium scherzerianum-Hybriden eine kurze Ruhezeit bei 16 °C zur besseren Blütenbildung empfohlen. Optimal ist der Platz in einem geschlossenen Blumenfenster. Anthurium crystallinum mit einer schönen Blattzeichnung gedeiht nur dort und hat wenig attraktive Blüten, die nach Gewürznelken duften.

Pflanzenpflege

• Pflege:
Hohe Luftfeuchtigkeit wird gewünscht. In Zimmerkultur gedeihen am besten die Hybriden. Bei zu trockener Luft bleiben manchmal die jungen Blätter, aber auch die Blüten "hängen". Einsprühen mit temperiertem, kalkfreiem Wasser. Aber nur die Blätter, die Hochblätter bekommen sonst Flecken. Anthurien sind, wie Orchideen, salzempfindlich.

• Gießen und Düngen:
Gleichmäßig feucht halten. Keine Staunässe. Bei Erdkultur nur enthärtetes Wasser verwenden, aber nicht in Hydrokultur, wenn mit LEWATIT HD50 gedüngt wird. Düngen sonst sparsam dem Gießrhythmus angepasst. Auch bei Erdkultur ist hier Hydrokulturdünger flüssig zu empfehlen.

• Umsetzen:
Wenn die Pflanze zu hoch aus dem Topf gewachsen ist. Spätestens nach 2 Jahren, um die mit Salzen angereicherte Erde zu ersetzen. Durchlässiges, lockeres Substrat wie bei Orchideen, oder Bromelien verwenden.

• Vermehrung:
Durch Teilung von Wurzelstöcken älterer Pflanzen. Bewurzelung im Anzuchtkasten mit Fußwärme. Anzucht aus Samen möglich aber sehr langwierig.

• Pflanzenschutz:
Bei zu trockener Luft rollen sich die Blätter ein und Spinnmilbenbefall ist möglich. Thrips und Schnecken können auch auftreten.

• Giftpflanze?
Ja! Anthurium scherzerianum ist laut "Zander" giftig. Die anderen Arten Anthurien sind nicht giftig.

• Weitere Anmerkungen:
Früher auch gebräuchliche Namen sind "Teufelszunge" und "Schweineschwänzchen". (Anthurium scherzerianum) Die "bunten" Hüllblätter sind nicht die Blüten, sondern heißen Spatha oder Hochblätter. Die Blüten sitzen auf dem Aronstab, der von diesen Hochblättern gestützt wird. Anthurien werden auch als Schnittblumen gehandelt.


• Hydrokultur:
Ja, funktioniert sehr gut in Hydrokultur. Vor allem die Anthurium andraeanum - Hybriden. Anthurien werden oft als Beipflanze verwendet. Sie machen sich aber auch sehr gut als Einzelpflanze. Dabei niedrigen Nährlösungsstand beachten. Zur besseren Belüftung der Wurzeln nur groben Blähton 8/16 benutzen.


(27.11.2005)
(01.02.2012)

Update: 01.02.2016 06:51:10