Hydrokultur - eine Unvollendete?

Hydrokultur - eine Unvollendete?

18.10.2005
Wir erstellen für unsere Mitglieder unentgeltlich, für Nichtmitglieder gegen eine geringe Gebühr, einen Gießwasser/Ernährungcheck

von: Dr. Harald Strauch - Vizepräsident DGHK

Liebe Leser, einige unter Ihnen stellen fest, dass Ihre Hydrokulturen prächtig aussehen, der Zuwachs erstaunlich ist und das alles bei gleichzeitig leichter, ja müheloser Pflege. Andere hingegen, sehen das gar nicht so. Ihre Hydrokulturen zeigen keineswegs ein dynamisches Wachstum. Liegt das nun an dem "grünen Daumen" oder gibt es eine "Unbekannte", die über Wachstum und Wohlergehen Ihrer Hydrokulturen entscheidet? Und genau dieser Frage möchten wir nachgehen.

Erinnern wir uns noch einmal daran,
daß Pflanzen zu etwa 80 Prozent aus Wasser bestehen und daß sie an einem Tag bis zur Hälfte ihres eigenen Gewichts an Wasser verdunsten. Und dieses fehlende Wasser muss nachgeliefert werden. Für die meisten Hydrokulturen ist es Wasser aus der Leitung. Ganz gleich ob sie nun Wasser im Norden, Osten, Süden, Westen oder in der Mitte von Deutschland entnehmen, es ist glasklar und erfrischend.

Da gibt es aber Unterschiede, wir kennen sie:
Weiches Wasser, hartes Wasser, hohe und geringe Karbonat- oder Gesamthärte, Wasser mit viel aber auch wenig Kalzium, Magnesium, Sulfat, Natrium und Chlorid…. Und all diese Variablen verändern das doch offensichtlich einheitlich glasklare Wasser erheblich. Diese unterschiedlichen Inhaltsstoffe sind weder für das Auge sichtbar noch sind sie mit dem Geschmack leicht erfassbar und doch sind sie vorhanden. Es ist die "Unbekannte"!

Wie wirkt sie auf Pflanzen in Hydrokultur und mit welchen Auswirkungen?
Die Ernährung, eine alltägliche Angelegenheit, nicht nur für Menschen und Tiere, sondern auch für Pflanzen, die auf ein zu wenig, zu viel oder nicht ausgewogen meist unaufhaltsam und nachteilig reagieren.
Bleiben wir bei den Pflanzen. Die Nährlösung mit denen wir die Pflanzen beglücken, setzt sich immer aus dem Leitungswasser und dem ausgewählten Dünger zusammen. Der Dünger mit gleich bleibender Rezeptur enthält genau die Nährstoffe, die auch auf dem Etikett ersichtlich sind. Beim Leitungswasser ist das anders. Auf dem Land und selbst in einer Stadt finden Sie weiches, mittelhartes, hartes und sehr hartes Wasser, oft sogar dicht neben einander. Wir sprechen von den Härtebereichen 1, 2, 3 und 4. Und dieses unterschiedliche Wasser beeinflusst die Nährlösung beträchtlich.

Aber warum?
Nun, weil das Wasser lebenswichtige Nährstoffe für die Pflanzen liefert, die im Dünger nicht enthalten sind. Es handelt sich vorwiegend um Kalzium und Magnesium. Beide Nährstoffe müssen den Pflanzen in erheblichen Mengen zugeführt werden. Und, wenn diese Nährstoffe nicht im Wasser enthalten sind, wie beispielsweise in weichem und mittelhartem Wasser, dann fehlen diese Lebensbausteine den Pflanzen und Ihnen fehlt der "grüne Daumen". Der Fachmann spricht von Nährstoffmangel und Pflanzen reagieren mit Blattaufhellungen und Minderwuchs.

Aber ein zu viel gibt es auch.
Bei hartem und sehr hartem Wasser kann ein Überschuss an Karbonathärte vorliegen aber auch ein zu viel an Natrium und Chlorid machen den Pflanzen das Leben schwer. Und es gibt natürlich auch die Kombination aus beiden: zu viel von dem einen und zu wenig von dem anderen.

Wie behält man dabei den Überblick und wie lässt sich ein Erfolg bei Pflanzen in Hydrokultur langfristig sichern?
Die Lösung ist relativ einfach! Wir, die DGHK, erstellen für unsere Mitglieder unentgeltlich, für Nichtmitglieder gegen eine geringe Gebühr, einen Gießwasser und Ernährungcheck.

Dazu brauchen wir von Ihnen:
  • eine Trinkwasseranalyse vom Pflanzenstandort, kostenlos erhältlich bei Ihrem Wasserversorgungsamt -
  • und eine Düngerbezeichnung -zusammensetzung, wie auf dem Etikett ersichtlich.


Beide Informationen schicken Sie unter dem Stichwort: "Gezielt Düngen" an die Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur und wir erstellen für Ihren Pflanzenstandort eine geeignete Empfehlung und Vorgehensweise mit dem Ziel, aus Ihren Pflanzen in Hydrokultur die "Vollendete" zu machen. (HS)

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