Gedanken über Ökologie und Hydrokultur - Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V.

Gedanken über Ökologie und Hydrokultur

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Moderne, erdelose Ökosysteme in Innenräumen wie in Außenanlagen haben viele natürliche Vorläufer weltweit. Im Gebirge am Quellwasser oder in der Ebene an Flüssen finden wir in den verschiedensten Gesteinsansammlungen, sand- und Kiesanschwemmungen eine Vielzahl von Biotopen. Ernährung finden die Pflanzen aus offenporigen, waaserlöslichen Mineralien.

Am bekanntesten sind für Menschen und Tiere oft lebenswichtige Oasen in den Wüsten mit gesundem Wasser und frohwüchsigen Pflanzenbeständen. Aber auch der Anbau von Wein auf purem Lavagestein an Berghängen oder auf der Insel Lanzarote zeigt, daß erdelose Hydrokultur nichts unnatürliches ist, sondern die ursprünglichste Form der Pflanzenkultur.

Die moderne "Hydrokultur" ist nur eine Rückbesinnung auf die ursprüngliche Form der Pflanzenkultur. Trinkwasser und darin gelöste Mineralien sind neben den Klimafaktoren Licht, Luft und Wärme die Grundlage für gesundes Leben und frohes Wachstum der Pflanzen. Das qualitative Pflanzenwachstum ist abhängig von einem ausgeglichenem Verhältnis dieser Wachstumsfaktoren.

Als sich in Urzeiten Schlingpflanzen aus dem Wasser aufmachten, um das Festland zu erobern, haben sie außer diesen Wachstumsfaktoren und Gesteinen nichts vorgefunden. Über Millionen von Jahren haben dann Pflanzen durch Urwälder wertvolle Ressourcen geschaffen: Kohle, Erdöl und Erdgas, die dann als 'Bodenschätze' eingelagert wurden.
Bei meinen Besuchen des Bergbaumuseums in Bochum lernte ich, diese Geschehnisse glaubhaft nachzuvollziehen und zu erkennen. Das unvorstellbare riesige Pflanzenwachstum in Urzeiten hat ohne Erde als lupenreine Hydrokultur stattgefunden.


Die 'Hydrokultur' im neuen Verständnis, aus wissenschaftlicher Erkenntnis, hat 1840 mit der Mineralstofftheorie von Justus von Liebig begonnen. Seit 1970 ist sie gärtnerisch weltweit in stark wachsender Anwendung. Sie hat nichts exotisches und für die Ernährung der Weltbevökerung sehr große und zunehmende Bedeutung.

Nur in Hydrokultur lassen sich Spitzenerträge produzieren. Im Nahen Osten decken bereits 11 Länder über 40% ihres Nahrungsbedarfs aus Gemüsekulturen, einschließlich Kartoffeln, durch erdelosen Anbau. Aus Israel ist mir bekannt, dass sich reichliche Mengen salzhaltigen Wassers ca. 60 bis 65 Meter unter der Oberflächen der Wüsten befinden. Durch Bohrungen wird das Wasser gefördert und sogleich auf eine preiswerte Art entsalzt, mit Nährstoffen angereichert und in gesteuerten Intervallen zur Bewässerung von Kulturen verwendet.

Vergleichbare Erfolge gibt es in Europa und weltweit bei Gurken, Tomaten und Paprika aber auch bei Schnittblumen unter Glas und Folie.
Die Hydrokultur hat viele teilwiese noch nicht erkannte Vorteile für die Ernährung und das Leben der Menschen:

- Grundsätzlich umweltfreundlich durch frohwüchsiges, gesundes Leben der Pflanzen
- Durch ein gesundes, ausgereiftes Immunsystem der Pflanzen wird weniger Pflanzenschutz benötigt
- Ohne Torf - kein Verbrauch oder Verlust anderer organischer Substrate
Kontrollierte Wiederverwendung der inerten Substrate möglich)
- Kontrollierte innere Qualität und große Sicherheit in Bezug auf Schadstoffe, z:B. Nitrat-Konzentration
- Steuerbare Kultursysteme im geschlossenenWasser- und Nährstoffkreislauf (keine Kontamination von Boden und Grundwasser mit Schadstoffen
- Besonders wirtschaftlich weil sicher kalkulierbar und berechenbar
- Unverzichtbar in Staaten mit hoher Bevölkerungszahl
- Neben der Sicherung der Ernährung bietet sich bei der Verwendung von Zimmerpflanzen im Original - Hydrokultur - System in Gefäßen die Chance, große leistungsfähige 'Grüne Lungen' in Innenräumen als gesunde Klimaanlagen zu aktivieren. (GG)
Update: 2012-09-15 00:00:00