Besonderheit der Kalanchoe - Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V.

Besonderheit der Kalanchoe

© Dr. Heinz-Dieter Molitor Eine Ergänzung zu diesem Beitrag: "Blühende Sukkulente"

Es ist richtig, dass die Kalanchoe wie andere Sukkulenten auch an Standortbedingungen mit hoher Einstrahlung und knappem Wasserangebot gut angepasst sind. Das bedeutet aber nicht, dass sie eine gute Wasserversorgung nicht zu schätzen wüssten.

Werden solche Pflanzen ausreichend mit Wasser versorgt, verbrauchen sie auch viel davon und wachsen deutlich stärker. Leider führt das teilweise zu einer unerwünschten Veränderung des gewohnten Habitus der Pflanzen. Die gute Anpassung an Trockenstress beruht weniger auf einer hohen Wasserspeicherfähigkeit, als vielmehr auf der im Vergleich zur Pflanzenmasse geringeren Blattoberfläche (dicke Blätter oder keine Blätter, wie bei den Kakteen) und damit geringeren Verdunstungsfläche.

Außerdem gehören diese Pflanzenarten zu den sogenannten CAM-Pflanzen. Sie können die Spaltöffnungen am Tag schließen und das notwendige CO2 während der Nacht aufnehmen und chemisch in Form einer organischen Säure (Äpfelsäure) binden. Das gebundene CO2 wird dann am Tag wieder abgespalten und der Photosynthese zugeführt.

(28.03.2020)

Update: 2020-03-28 19:23:33