Lilien für den Kübel - Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V.

Lilien für den Kübel

© Jochen Euler Seit Jahrzehnten kultivieren wir unsere Terrassenbegrünung in Hydrokultur!

So hatten wir drei Kübel mit Allium caeruleum bepflanzt; nur der sehr dekorative Flieder- Lauch ist nicht winterhart und so mussten wir die Kübel im Herbst immer einräumen.

Vor zwei Jahren habe ich sie dann einmal draußen gelassen, um zu sehen, ob sie vielleicht bei unseren klimatischen Bedingungen doch "durchhalten", aber leider war es nicht so. Sie waren zwar nicht total erfroren oder vertrocknet, aber sie haben nicht wieder geblüht.
So wurde ich durch folgenden Artikel angeregt, die Kübel neu zu bepflanzen!

 

 

 

"Einmal gepflanzt kommen Lilien immer wieder"!

Ungewöhnlich: Pflanzzeit jetzt!
Zwiebelblumen sind perfekt an den Wechsel der Jahreszeiten angepasst. Nach der Blüte zieht sich ihre Kraft in die Zwiebeln zurück und erst nach dem Winter treiben sie neu aus, wenn es warm genug ist. Bei Narzissen, Tulpen und Co. ist es schon im Frühling soweit. Andere Zwiebelblumen blühen erst bei wärmeren Temperaturen und setzen sich im Sommer in Szene. Bestes Beispiel sind Lilien. Dank jahrhundertelangem Züchtungsengagement und professioneller Kultur gibt es Sorten, die sehr gut für den Hobbygärtner geeignet sind. Lilien sind äußerst vielfältig in Blütenfarben und -formen: einfarbig, zweifarbig, gesprenkelt, gestreift, gefüllt. „Einmal gepflanzt kommen Lilien jeden Sommer wieder, einige werden sogar von Jahr zu Jahr schöner“, erklärt Carlos van der Veek, Blumenzwiebelspezialist von Fluwel. "Da ihre Zwiebeln keine schützende Außenhaut tragen, fühlen sie sich in der Erde am wohlsten".

Wenn eine Lilienzwiebel austreibt, bilden sich am unteren Teil des Stängels zusätzliche Wurzeln. Deshalb pflanzt man sie am besten möglichst tief – etwa 20 Zentimeter in den Kübel. "In einem ausreichend großen Pflanzgefäß sind die Lilienzwiebeln bestens aufgehoben. Schließlich sind Gartenlilien winterhart und brauchen keinen Schutz vor Frost. Wer sich für Pflanzen begeistert, wird die dicken, unregelmäßig geformten Zwiebeln der Lilien lieben"! 


Genau das erwarten wir jetzt nach der Pflanz- Aktion in unserem "Sommer"- Garten, für das Internet habe ich eine kleine Fotogalerie angelegt, so dass hier nur ein paar wichtige Bilder das Interesse wecken sollen.

Wichtig ist grundsätzlich für die Außenhydrokultur, dass man bei allen Aktionen immer den "Überlauf" mit im Hinterkopf behält: 20 %, max. 1/3 der Kübelhöhe darf der Wasserstand=der Nährlösungsstand, betragen!

Das heißt, dass man immer beim Bepflanzen darauf achten muss, dass auch von innen die Überlauföffnung nicht verstopft, verschlossen wird; denn die Kübel der Außenhydrokulturen werden in der Regel von allen möglichen Fremdstoffen und Kleinstlebewesen, die vom Regen eingespült werden, belastet. Umherfliegende Ästchen und Blätter, Insekten wie: Kellerasseln, Käfer u.ä. haben wir schon in den oberen Schichten des Substrates gefunden!  Das ist auch der Grund dafür, dass die entleerten Kübel nur ausgespritzt wurden, alles andere wäre nur "Beschäftigungstherapie", denn die Kübel stehen schließlich in der freien Natur und die Pflanzen und Blumen: Fuchsien, Hortensien, Kräuter, Lorbeer und Naoussa- Wein gedeihen prächtig; alle entsprechenden Fotos sind unter Außenhydrokultur gesammelt !

 

(29.03.2016)

Update: 2018-11-05 12:55:38