Kamelien - Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V.

Kamelien

(Camellia) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Teestrauchgewächse (Theaceae). Diese Gattung besteht aus etwa 200 bis 300 Pflanzenarten, darunter die bekannte Camellia japonica. Die ursprüngliche Namensgebung durch Carl von Linné ist zu Ehren von Pater Georg Joseph Kamel, der die C. japonica von Manila nach Spanien brachte.


Kamelien sind immergrüne Bäume oder Sträucher. Die wechselständig und spiralig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind ledrig und einfach. Meist ist ein Blattstiel vorhanden, der Blattrand ist meist gesägt, selten glatt, Nebenblätter fehlen.

Die zwittrigen Blüten stehen einzeln oder höchstens zu dritt in den Blattachseln. Blütenstiele sind mittellang oder fehlen. Es gibt zwei oder mehr Vorblätter, diese sind hinfällig oder bleibend und lassen sich nur schwer von den Kelchblättern unterscheiden. Die meist fünf oder selten sechs bis zehn Kelchblätter sind an ihrer Basis schwach verwachsen. Die meist fünf bis acht (selten bis zu zwölf) Kronblätter sind an der Basis mehr oder weniger stark verwachsen. Die vielen Staubblätter stehen in zwei bis sechs Kreisen. Der äußerste Staubblattkreis ist an seiner unteren Hälfte an den Kronblättern angewachsen, die Staubblätter können zu einer Röhre verwachsen sein, die Staubbeutel sind mehr oder weniger an ihrem Ansatz an den Staubfäden befestigt. Der oberständig Fruchtknoten ist drei- bis fünffächrig, mit ein bis zwei, selten bis zehn Samenanlagen je Fruchtblatt. Der Griffel ist einfach oder verzweigt oder besteht aus unverwachsenen Griffelästen.

Die Heimat der Kamelie ist Ostasien (Nepal, Vietnam, das südliche China und der Süden Japans). In chinesischen und japanischen Gärten war die Kamelie ein beliebter Zierstrauch. Sie spielte bei Hof- und Teezeremonien eine Rolle. Besonders die einfachblütigen Arten stehen symbolisch für Freundschaft, Eleganz und Harmonie.

In Japan, wo die Kamelie tsubaki (jap. ?) genannt wird, hat sie eine weitere symbolische Bedeutung. Sie verliert ihre roten Blütenblätter einzeln, während noch Schnee liegt, was an Blutstropfen erinnert. Daher wird die Blüte auch als Symbol von Tod und Vergänglichkeit gesehen.

Erstmals in Europa beschrieben wurde sie von George Meister in seinem erfolgreichen Reisebericht Der Orientalisch-Indianische Kunst- und Lust-Gärtner 1692.


Die  ausführliche Beschreibung finden Sei unter:(wikipedia) und unsere Bildergalerie unter: Camelia!

(10.04.2014)

Update: 2014-04-10 14:05:52