Wenn Pflanzen schreien könnten! - Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V.
Crassula ovata (Mill.) Druce

Wenn Pflanzen schreien könnten!

© Dieter Oellerich Unter Botanikern verbreitet sich immer mehr die Auffassung, dass Pflanzen intelligent sind.


Wenn Pflanzen schreien könnten!
Kurz beantwortet: Sie können es, man muss nur hinhören.
Aber es sind keine Schreie im herkömmlich verstandenen Sinne. Es sind keine Geräusche, wie wir sie aus der uns bekannten Umwelt kennen. Es sind Geräusche die uns unbekannt sind.

Aus meinen Untersuchungen über die Anwendung und Wirkung der Chopper Light Technik habe ich eine Versuchsreihe genommen, in welcher der Lebenszyklus einer gesunden Pflanze bis zum Verdorren durch Wasserentzug aufgezeichnet wurde.

Aber bitte vernehmen sie selbst wie es sich anhört, wenn Pflanzen schreien.
Es betrifft nicht das Rauschen der Blätter oder das Brechen der Zweige, die Signale, aus der sich die Lebensäußerungen einer Pflanze ablesen lassen, sprechen eine Sprache, die uns noch nicht geläufig ist.
Was gegenwärtig bei einer Pflanze als Zeichen einer Lebensäußerung erkennbar ist, macht sich im Allgemeinen, nur in einer langsamen Veränderung bemerkbar.

Schaut man sich das Video "Suspiri – Seufzer" an, kann man schon sehr nachdenklich werden.



Der Vorspann:
Auf dem Bildschirm sind vierzehn Stunden einer Pflanze dargestellt.
Die beginnt in der ersten Stunde bei einer optimalen Versorgung. In der Mitte der zweiten Stunde wird die Wasserversorgung abgebrochen. Es wird sichtbar, dass die Höhe der Amplituden zusammen fallen. Vorangehen schon Störungen, die eine Reaktion auf das folgende Wasserablassen bezeugen, da die Pflanze den für sie lebensbedrohlichen Eingriff erspürt, weil sie die negative Energie des Laboranten aufnimmt. Anschließend erfolgt der radikale Einbruch.
Ihm folgte wieder ein Einpendeln, jedoch nicht mehr auf die vorangegangene Höhe, doch der Verlauf zeigt sich harmonisch.
In der dritten Stunde fällt die Kurvenschar exponentiell. Das Pendeln der Kurve hält sich in der vierten Stunde auf einem gleichmäßigen Pegel, bei dem zum Ende hin, schon erste Störungen auftreten.
Von der fünften bis zu dreizehnten Stunde werden die Störungen immer massiver.
Ab der sechsten Stunde beträgt die Pulshöhe nur noch ein Zehntel von dem der ersten Stunde. Die Weite der Pulse verringerte sich von sechzehn Pulsen in der ersten Stunde, bis auf zwölf Pulse in der zwölften Stunde. Das entspricht einer Pulslänge von 260 Sekunden und 300 Sekunden.
In der Stunde dreizehn trat bei der Pflanze der Exitus ein.
Alle photosynthetisch wirksamen Zellen waren endgültig abgestorben.

Was sich aus dieser Darstellung herauslesen lässt:
Die Pflanze ist kein geschlossener Organismus, wie der eines Tieres, sondern ist eine Organisation vieler autonomer Zellen. Vergleichbar einem Bienenstock oder Ameisenhaufen. Vor dem Wasserentzug wuchs die Pflanze ungestört unter hydroponischen Bedingungen heran. Nachdem das Wasser aus dem Gefäß abgelassen war vergingen noch dreizehn Stunden bis zum Verdorren der Pflanze.

Das Pflanzenmaterial für diesen Versuch war Weizen.
Zweihundert Weizenkörner wurden in angekeimtem Zustand in einer Lochplatte eingesetzt und der Wurzelbereich wurde mit Wasser besprüht, welches ständig belüftet wurde. Weizen wurde gewählt, weil die Anzuchtszeit nur 12 Tage beträgt.
In dieser Zeit wurde eine Halmhöhe und Wurzellänge von je 180 mm erreicht.
Nach dem 12. Tage wurde mit der Wassermangel-Untersuchung begonnen, die über 14 Stunden ging.
Was die akustische Wahrnehmung betrifft, so wurden die Werte, die je Sekunde gelesen wurden, bei der Wiedergabe in Töne umgesetzt. Je nach Pulshöhe haben die Töne eine unterschiedliche Höhe und durch die Pulslänge entsteht das Auf- und Abschwingen des Tones. Anfangs haben die Töne ein breites Spektrum, was zum Ende hin immer geringer wird und zum Schluss in einem eintönigen Klang endet.

Eine Pflanze sollte nicht verglichen werden mit dem komplexen Organismus,
wie bei einem Tier, sondern er gleicht eher der Struktur eines Bienenstockes oder eines Ameisenhaufens. Bei beiden erwartet man keine schnellen Veränderungen, aus Anlass äußerlicher Vorkommnisse. Und doch sind Tausende einzelner Individuen ständig mit dem Erhalt der Gemeinschaft beschäftigt.
So auch bei einer Pflanze, unzählige einzelne Zellen sind ständig aktiv, um das Kollektiv zu erhalten, und jede Zelle erfüllt die ihr zugeordnete Pflicht. Die Arbeitzeiten an denen die Pflichten erfüllt werden müssen, bewegen sich zwischen den Bruchteilen von Sekunden, über Minuten und Tage.

Doch dort wo Kohlendioxid vom Blatt aufgenommen wird, und dafür Wasserdampf und Sauerstoff durch die Spaltöffnungen abgegeben wird, dort liegt eine Zeitspanne, an der sich die Atmungsaktivität erfassen lässt.
Zwar lässt sich das Rauschen der Blätter vernehmen, doch dem Atmen der Spaltöffnungen zu lauschen ist unmöglich. Dazu sind sie zu klein um hörbare Schallwellen zu erzeugen, und wenn man sie doch aufnehmen könnte, wäre das ein Durcheinander an Signalen, weil zu viele auf der Blattfläche sind und jede Stoma ihren eigenen Takt anschlagen würde. Das würde Rauschen hervorbringen, aus dem sich schwer etwas deuten ließe. Doch mit einem Trick ist es möglich, die momentanen Lebensäußerungen einzufangen und in den menschlichen Hörbereich umzusetzen. Es müssen nur die vielen und unterschiedlichen Atmungsprozesse dahin gebracht werden, dass sie alle auf einmal aktiv sind.

"Diese Einleitung soll Sie anregen, den Artikel - Wenn Pflanzen schreien könnten! aufzurufen, um dieses Kapitel zu vertiefen." (J. Eu)

Um mir einen Eindruck zu verschaffen, musste ich dieses Video mehrmals hintereinander ansehen. Nach einigen Hör- und Sehproben lief mir plötzlich ein Schauer über den Rücken, mir wurde schlagartig bewusst, wie arrogant wir Menschen mit der uns allumfassenden Natur umgehen! Und dann noch darüber hinaus unsere lakonische Begründung und Erklärung dafür, was wir nicht hören, fühlen oder messen können, gibt es auch nicht!

Prof. Dr. Meir Schwarz hat vor Jahren auf einer Mitgliederversammlung (1996) nicht nur einmal gesagt: Wenn der liebe Gott uns nicht haben will, dann hat er viele Möglichkeiten, uns loszuwerden! Wir können uns überhaupt nicht sicher sein, ob im Endeffekt nicht die Natur uns, die angebliche Krone der Schöpfung, wegen unserer Arroganz, wegregelt!!!"

Die folgenden Bilder sind aus dem Video "Suspiri- Seufzer!"
Die Lebens-Seufzer einer Pflanze




(18.12.2010)
(10.11.2014)

Update: 2018-06-12 17:24:00