Wyss Samen und Pflanzen AG - Firmenportrait - Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V.

Wyss Samen und Pflanzen AG - Firmenportrait

© Wyss Das 1858 von François Wyss gegründete Unternehmen wird in der 4. Generation von Dr. Ulrich Wyss geleitet.


Das 1858 von François Wyss gegründete Unternehmen wird in der 4. Generation von Dr. Ulrich Wyss geleitet.

Als Spezialist des grünen Markts handelt Wyss mit Sämereien, Pflanzen, Gartenbedarfsartikeln und erbringt
Dienstleistungen rund ums Grüne. Mit über 300 Mitarbeitenden gehört Wyss zu den führenden Unternehmen der grünen Branche in der Schweiz.

Das Unternehmen ist mit den Geschäftsbereichen Endverkauf und Grosshandel breit abgestützt. Zum Endverkauf gehören die Geschäftseinheit GartenHaus mit 8 Verkaufsstellen und einer 16 ha grossen Baumschule, die Geschäftseinheit Innenbegrünung und der Verlag einer Wochenfachzeitschrift. Zum Geschäftsbereich Grosshandel gehören die Geschäftseinheiten Brands und Zierpflanzenbau.

Mit Verkaufsstellen in Aarau, Bern, Biel, Buttisholz, Muttenz, Oberwil, Volketswil und Zuchwil ist Wyss GartenHaus die grösste Fachgartencenter-Kette der Schweiz. Sie bietet eine beachtliche Auswahl an Blumen, Pflanzen, Sämereien, Blumenzwiebeln, Gartenbedarfsartikeln, Accessoires und Delikatessen. In einigen Filialen ist das Angebot mit über 250 Sorten Tee ergänzt.

Die Dienstleistung Raumbegrünung nehmen vor allem Banken, Versicherungen, Industrie- und Gewerbebetriebe sowie öffentliche Verwal-tungen in Anspruch. Wyss betreut mehr als 100’000 Gefässe und sorgt damit bei rund 750 Kunden aus der ganzen Schweiz für ein gepflegtes Grün in Arbeits- und Wohnräumen. Auch in diesem Geschäftszweig nimmt Wyss eine Leaderposition in der Schweiz ein.
DER GARTENBAU ist die meistgelesene gärtnerische Fach-zeitschrift der Schweiz. Er setzt auf Aktualität, Vielseitigkeit und praxisbezogene Wissensvermittlung über alle gärtnerischen Themen.
Der Wyss Grosshandel beliefert Wiederverkäufer und Produzenten mit Saatgut, Blumenjungpflanzen, Substraten und technischen Artikeln. Leistungsstärke und eine moderne Infrastruktur ermöglichen es, unter anderem erfolgreich Geschäftsbeziehungen mit Grossverteilern zu pflegen.
In Zuchwil befindet sich ein 25’000 m2 grosser Versuchs- und Schaugarten. Darin gedeihen rund 2’000 Pflanzensorten. Auch Neuheiten von Züchtern aus aller Welt werden dort auf ihre Eignung in unserem Klima getestet. In keinem anderen Garten in der Schweiz wachsen so viele verschiedene Pflanzen nebeneinander. Der Garten steht 365 Tage im Jahr offen.
Greenplant®, die Alternative zur „Hydrokultur“. Die Kunden von heute sind emanzipiert und äussern ihre Wünsche klar. Eine grössere Vielfalt an Pflanzgefässen und etwas Attraktiveres als die braunen Blähtonkügelchen stehen ganz oben auf der Wunschliste. Die Wyss Innenbegrünung, eine Geschäftseinheit der Wyss Samen und Pflanzen AG, mit 50 Mitarbeitenden gehört in der professionellen Innenraumbegrünung zu den Pionieren in der Schweiz und ist heute Marktführerin in diesem Segment. Mit GREENPLANT® setzt sie neue Massstäbe.

Hydroland Schweiz
Im Ausland begann das Sterben des Markts für Hydropflanzen bereits vor Jahren. Die Hydrokultur ist aus praktisch allen europäischen Gartencentern verschwunden. Die Schweiz, das Entstehungsland der Hydrokultur, konnte dieser Entwicklung noch einige Jahre lang entgegenhalten. Für die Wyss Innenbegrünung war jedoch die Marktsituation in der Hydrobranche längst nicht mehr befriedigend: Alle verkauften dieselben Gefässe, dieselben Pflanzen – verkaufen liess sich nur noch über den Preis. Im Weiteren wurde der Pflegeservice durch die gegebene Pf lanztiefe von 22 cm erschwert, Handlungsspielraum gab es keinen. Eine einzige Zulieferfirma deckte den Schweizermarkt im Hydro-Bereich voll ab und hatte damit eine Monopolstellung.

[bVon der Dachbegrünung zur Innenbegrünung]
Auf der Suche nach Alternativen zum Blähton kam die Wyss Innenbegrünung mit der Firma Zeobon in Kontakt, die ein „Dachbegrünungssubstrat“ im Innenraum einsetzte. Nachdem ein Versuch mit dem Substrat „Zeostrat“ bei 10 Testpflanzen überaus positiv verlaufen war, wurde bei einem Großkunden ein zweijähriger Feldversuch mit 50 Gefäßen durchgeführt.

Bestandteile des "Zeostrat" sind Lava, Bims und Zeolithe. Die Erfahrung zeigte schnell, dass die speziellen Eigenschaften dieses Mineralsubstrates ein anderes Giessverhalten (Wassermenge, Zeit zum Gießen) erfordert. Nachdem die Erfolge mit diesem Substrat für Wyss sehr ermutigend waren, wurde entschieden, in der Innenraumbegrünung mit einem Mineralsubstrat zu starten.

Nach zweijähriger Zusammenarbeit mit der Firma Zeobon AG wechselte die Wyss Innenbegrünung zu einer anderen Firma, die sich mit Dach- und Innenraumsubstraten befasste. Bald kam ein weiteres Substrat, das Vulkaponik, auf den Markt. Komponenten dieses Mineralsubstrates sind Bims und Zeolithe. Vor rund vier Jahren stieg Wyss ohne vorgängige Tests mit diesem Substrat, welches leichter und schöner war, in den Verkauf ein. „Die Mitbewerber belächelten uns und gaben uns keine Chance“, äußert Jürg Kümmerli, Leiter der Wyss Innenbegrünung. Inzwischen hat Wyss die Wort-/Bildmarke GREENPLANT® geschaffen und versucht, das Substrat
Vulkaponik für den alleinigen Vertrieb in der Schweiz zu sichern.


Heute ist GREENPLANT® für die Wyss Samen und Pflanzen AG ein sehr wichtiges Produkt. Neben dem Einsatz durch die Geschäftseinheit Innenbegrünung verkaufen die Wyss Gartencenter das Substrat in 5- und 10-Liter-Kübeln, zusammen mit dem eigens entwickelten Dünger. Es ist im Weiteren geplant, GREENPLANT® über den Grosshandel von Wyss auch Dritten zugänglich zu machen. In der Wyss Innenbegrünung ist GREENPLANT® nicht mehr weg zu denken. 80 Prozent der neu ausgelieferten Bepflanzungen beinhalten das GREENPLANT®-Substrat. Es werden alle 6 Wochen rund 20’000 Gefäße in GREENPLANT® im Vollservice betreut. Heute führt sogar die Marke Luwasa ein eigenes Mineralsubstrat, und in den Schweizer Bau- und Hobbymärkten gibt es für den Privatbereich Mineralsubstrate in kleinen Packungen. Jetzt spielt der Markt wieder und die einzelnen Innenbegrüner können sich diversifizieren.

Verschiedene Mineralsubstrate im Test
Seit bald einem Jahr befasst sich die Wyss Innenbegrünung mit den verschiedenen Mineralsubstraten, die auf dem Markt sind. 10 verschiedene Substrate liess Wyss von der Forschungsanstalt Geisenheim (D) wissenschaftlich auf die chemischen und physikalischen Eigenschaften untersuchen. Mit den gleichen Substraten startete Wyss Tests in den eigenen Gewächshäusern. Die Wachstumsunterschiede der Pflanzen in den verschiedenen Substraten waren optisch schon nach einem Monat sichtbar. Je länger die Versuche laufen, desto deutlicher werden die Unterschiede.
Eine bedeutende Erkenntnis ist, dass bestimmte Blähtone nicht gut pflanzenverträglich sind. Deren Einsatz in den Objekten kann zu gravierenden Pflanzenschäden führen.
Das GREENPLANT®-Substrat erfüllt in seinen Eigenschaften alle FFL-Normen sehr gut, und die Pflanzen zeigen ein gutes Wachstum. "Für die Zukunft sehen wir noch Entwicklungspotential, um die Qualität des Substrates zu steigern. Wir werden uns nicht ausruhen", so Jürg Kümmerli.

Update: 2017-12-28 14:40:10