Rosmarinus officinalis L.

DEG - Mitgliederversammlung 2017

© Jochen Euler

"Schloss Dennenlohe", ein schon etwas spektakuläreres Ziel

für eine Mitgliederversammlung, aber es stand ja auch ein kleines Adjektiv vor unserer Versammlung: außerordentlich!
Und so hatte uns Freiherr Robert von Süsskind eingeladen, u.a. weil wir einen 1. Vorsitzenden wählen mussten. Die Reise war von Freitag bis Sonntag geplant und wir hatten ein traumhaftes Wetter.
Den Freitagabend verbrachten wir in kleinem Kreise vor dem Schloss, um die ersten Eindrücke und auch die Reiseerlebnisse sacken zu lassen. Freitagnachmittag auf der Autobahn in Mittelfranken reisen zu müssen, erfordert schon viel Ruhe und Ausgeglichenheit.


Wir wohnten natürlich im Schloss, in den historischen Räumen, in denen schon im 19. Jahrhundert der Hochadel abgestiegen war. Hier kann ich nur auf die Bildergalerie verweisen, denn all das zu beschreiben, würde diesen Rahmen sprengen.


Freiherr von Süsskind begann seine Führung durch den Schlosspark wohl gewohnheitsgemäß mit einem kurzen historischen Rückblick auf die wechselhafte Geschichte des vielleicht schönsten Barockensembles Bayerns.   

Das Areal gliedert sich in zwei Bereiche: den Schlossgarten und den Schlosspark!
Der Schlossgarten, der Privatgarten ist den Hotelgästen vorbehalten und nur an den Klangpark- und Gartentagen für die Allgemeinheit geöffnet, der Schlosspark mit seien 18 ha ist von April bis November geöffnet.

Vom Vortragssaal in der Gelben Remise ging es dann über den Schlosshof vorbei am Auerhahnsaal in den Schlossgarten.


Das gesamte Schlossparkgelände ist im philosophischen nicht im klassischen Sinne historisch gestaltet; Freiherr von Süsskind hat nicht versucht z.B. einen "Englischen Landschaftsgarten" wieder auferstehen zu lassen, sondern Ideen und Vorstellungen des Barockensembles in die heutige Zeit zu übertragen.
So ist z.B. ein chinesischer und japanischer Garten, Platnersberg als Rosenberg oder persischer Garten mit dem Turm zu Babel entstanden, da die babylonischen Herrscher sich "Die Herrscher der 4 Quartiere - der 4 Elemente - der 4 Himmelsrichtungen" nannten, ganz entsprechend der altpersischen Gartenphilosophie.
Natürlich ist so ein Garten saisonbedingt attraktiv, uns blieben nur die spätblühenden Rosen als Farbtupfer; aber die sehr detaillierte und akribische Beschreibung der Arten und Sorten regte unsere Fantasie trotz der heißen Temperaturen erstaunlich an. Immer wieder wurde die Bemerkung laut: "Bei meiner nächsten Reise ist ein Abstecher in den Schlosspark unumgänglich".

Denn das, was wir jetzt schon als Fotos mitnehmen konnten, war schon beeindruckend. Unser eigentliches Ziel, der Anlass unserer Reise war ja die Mitgliederversammlung der "Deutschen Efeu-Gesellschaft" und "Schloss Dennenlohe" hatten wir ja auserkoren, weil die Efeu-Sammlung von Robert Krebs von Marihn hierher umgezogen war.
Freiherr von Süsskind hatte ja mehr oder weniger per Zufall (Holz-)Stellagen von einem Messestand-Aufbau übernehmen können, um so der Efeu-Sammlung einen klimatisch angemessenen Standort auf dem riesigen Wiesenbiotop zu bieten.


Im Moment existiert nur eine Sortenliste des "Rhododendronparkes und des Botansichen Gartens Schloss Dennenlohe" und in dieser Liste sind alle Sorten durchnummeriert.
So sind sehr sorgfältig alle Efeu-Sorten mit römischen Zahlen gekennzeichnet, was für einen interessierten Besucher etwas aufwendig ist.
Aber in unserer Gruppe waren schon engagierte Mitglieder, die entsprechend der Ankündigung von vor gut einem Jahr, dem Wort auch Taten folgen lassen wollten.

An dieser Stelle soll / kann nur noch an die Fotogalerie im Internet erinnert werden, denn diese Mitgliederversammlung hat tiefe Spuren hinterlassen.

(18.08.2017)

Update: 09.09.2017 11:19:38