Rosmarinus officinalis L.

Reisebericht: Hydrokultur in Singapur

© Carsten Stakalies

Besuch in Singapur vom 4. – 10. Februar 2017 mit der "Netzwerk Gruppe Element Green"

Mit dem Airbus A380 der Singapore Airlines ging es am 4. Februar gemeinsam mit einigen Partnern der "Netzwerk Gruppe Element Green" auf die Reise nach Singapur. Nach über 12 Stunden Flugzeit und fast elftausend km Distanz kamen wir in freudiger Erwartungshaltung in Singapur an.

Ein Insel- und Stadtstaat der Superlative. Die Republik Singapur, seit 1965 von Malaysia unabhängig, ist flächenmäßig der kleinste Staat in Südostasien. Mit 5,4 Millionen Einwohnern und einer Gesamtfläche von nur 719 m² Kilometern, nur etwas größer als unsere Bundeshauptstadt Berlin.

Unsere Reisegruppe bestand aus fast 20 Personen und gehört damit zu den 11 Millionen Touristen, die jährlich Singapur zu den 10 meistbesuchten Städten der Welt gemacht hat.


Untergebracht waren wir im 2010 eröffneten Marina Sands Bay Hotel. Die drei einzelnen 55-stöckigen Hoteltürme tragen auf 191 m Höhe einen 340 m langen Dachgarten, der eine 146 m lange, von Wodyetia und Veitchia Palmen eingerahmte Poolanlage beherbergt. Von dort aus hat man einen atemberaubenden, freien Blick auf die Skyline von Singapur.

Der Gebäudekomplex mit 2561 Zimmern und das dazugehörige Grundstück zählt mit seinen Entstehungskosten von 4,6 Milliarden Euro wohl zu den teuersten und spektakulärsten Projekten der Welt. Allein das Casino innerhalb der Hotelanlage hat 10.000 Mitarbeiter und macht 1,7 Milliarden Dollar jährlichen Gewinn. Das ist fast 1 % des gesamten Bruttoinlandsproduktes von Singapur.

Auf der anderen Seite der Hotelanlage erstreckt sich auf einer künstlich aufgeschütteten Landfläche die über 100 Hektar große Parkanlage Gardens by the Bay. Sie dient den Einwohnern als grüne Oase und kann von den Besuchern nur von der Hotelanlage aus betreten werden. Ständig in Weiterentwicklung stehen in der südlichen  Parkanlage zweier der größten Biotope der Welt.


Einer davon ist der Flower Dome. Das größte Gewächshaus der Welt.

Der  1,28 Hektar große vollverglaste Baukörper ist die Heimat einer unglaublich großen Anzahl von Pflanzen unterschiedlichster Gattung. In erster Line herrscht dort ein mildes bis trockenes Klima.

Insbesondere gut für alle Mediterranen Gewächse wie Oliven und kanarische Dattelpalmen.

Ein weiteres Highlight sind die zwischen 25 und 50 m hohen Supertrees.

Pflanzen bewachsene Stahlgerüste, die voller Technik stecken.Unter anderem wird für die Parkanlage und deren Biotope mit Hilfe von Photovoltaik Elektrizität für Beleuchtung und Klimatechnik gewonnen. Des Weiteren werden über die Anlage Niederschläge zur Bewässerung der Pflanzen gesammelt. Zwei der Türme dürfen von Besuchern bestiegen werden und sind mit einem Skyway miteinander verbunden. Auch das haben wir uns als Besucher der Parkanlage nicht entgehen lassen.

Nachts sind die Türme beleuchtet und es finden dort Licht- und Tonshows statt.

Auf der anderen Seite der Hotelanlage erstreckt sich auf einer künstlich aufgeschütteten Landfläche die über 100 Hektar große Parkanlage Gardens by the Bay. Sie dient den Einwohnern als grüne Oase und kann von den Besuchern nur von der Hotelanlage aus betreten werden. Ständig in Weiterentwicklung stehen in der südlichen  Parkanlage zwei der größten Biotope der Welt.

Einer davon ist der Flower Dome. Das größte Gewächshaus der Welt, lt. Guinness Buch der Rekorde.

Der  1,28 Hektar große vollverglaste Baukörper ist die Heimat einer unglaublich großen Anzahl von Pflanzen unterschiedlichster Gattung. In erster Line herrscht dort ein mildes bis trockenes Klima.         Insbesondere gut für alle Mediterranen Gewächse wie Oliven und kanarische Dattelpalmen.

In direkter Nachbarschaft befindet sich das zweite Biotop, in der die tropische Bergwelt in Höhe von 3000 m über dem Meeresspiegel nachempfunden wird. Die Cloud Forest, auch Nebelwand genannt. Darin erstreckt sich ein 35 m hoher Betonturm, der außen komplett mit Pflanzen bewachsen ist. Die wohl eindrucksvollste vertikale Begrünungsfläche der Welt. Mit einem riesigen Wasserfall und einem unglaublich spektakulären Wegenetzsystem durch und außerhalb des Turmes, auf dem die Besucher hinabwandern können.

Der gigantische Bewuchs mit zahlreichen Orchideenarten, Bromelien, Farnen und Anthurien ist für den Betrachter wohl eines der schönsten Erlebnisse der ganzen Reise.

Das große Thema unserer Studienreise nach Singapur war die Vertikale Begrünung an Gebäuden.

In der Regel werden hier Geotextilfliese mit Taschenausformung zur Aufnahme von Erdpflanzen in planarer Bauweise verwendet. Die größte im Guinness Buch der Rekorde aufgenommene vertikale Begrünungsfläche der Welt mit 2125 m² befindet sich ebenfalls in Singapur an einem Einkaufszentrum. In erster Linie werden nur Kletterpflanzen verwendet. Hauptsächlich wurde hier der Philodendron scandens verwendet, der auch bei uns in der Innenraumbegrünung starke Verwendung findet.


Aber auch Klettersysteme, wie man eindrucksvoll am Oasia Hotel zu sehen bekam, ist eine Art vertikaler Fassadenbegrünung. Hier sind bodengebundene Kletterpflanzen an Seilsystemen das Geheimnis für eine solch beeindruckende Begrünung.

Vor dem Parkhotel Singapur hält man inne. Die unglaubliche architektonische  Meisterleistung der Bepflanzung erinnert an die antiken hängenden Gärten der Semiramis in Babylon.

Nur die angenehmen klimatischen Bedingungen in diesem Teil der Welt lassen es zu, eine so außergewöhnliche Begrünung im Außenbereich an Gebäuden entstehen zu lassen.

Die gesammleten Fotos sind in der Galerie Reisebericht Singapur

(29.04.2017)

Update: 29.04.2017 15:52:17