Crassula ovata (Mill.) Druce

DGHK Mitgliederversammlung vom 01. - 03.09. 2016

© Jochen & Gabriele Euler

Verleihung des Günter Gregg – Preises

Viele werden sich noch an die "50 – Jahr - Feier 2001" in Mannheim bei Hydro-Teufel erinnern, darum lag es auf der Hand, auch das Jahr 2016 nicht verstreichen zu lassen, ohne zu einer angemessenen Feierstunde unter der Überschrift:

"65 Jahre DGHK –Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur" - einzuladen!
Unser Geschäftsführer, Stefan Hecktor, hatte diese Veranstaltung auf zwei tragfähige Säulen gestellt:
"Innovations-Workshop" und Verleihung des "Günter Gregg - Preises".

Im "Innovations-Workshop" reichten im Eingangsreferat von Stefan Hecktor die Stichworte von "Faszination Hydrokultur" bis hin zum "Stellenwert der Hydrokultur"? und was lag dann näher, als die Idee einen "Günter Gregg - Preis" auszuloben, um in den nächsten Jahren, verdiente Pioniere und unerschrockene Vertreter dieser Kulturmethode zu würdigen.

So hatten sich zu diesem besonderen Workshop 39 Mitglieder und Gäste angemeldet!
Die meisten "Hydrokultur" - Liebhaber und Pflanzenfreunde reisten bereits am Donnerstag an, um dann am Freitag morgen pünktlich um 9:00 Uhr zu Beginn der Veranstaltung vor Ort zu sein.

So trafen sich die interessierten Pflanzenfreunde zum gemütlichen Beisammensein auf der großen Terrasse des "Hotels Neugebauer" und aus zwei weiteren Hotels in der Umgebung. Bei dem ungezwungenen und regen Gedankenaustausch ließen sich die Anwesenden mit einem guten Abendessen und köstlichem Wein aus dem "Goldenen Rheingau" verwöhnen und fanden langsam eine wohltuende Entspannung nach einer hektischen Arbeitswoche und Anfahrt zu Hauptverkehrszeiten.
Die langsam untergehende Sonne und die fröhliche, harmonische Atmosphäre an diesem Abend waren eine gute Einstimmung zu dem so besonderen Wochenende!

Für den Freitag standen folgende Themen auf der Tagesordnung:
Bestandsaufnahme der "Hydrokultur" — Urbaner Gartenbau — Vertikale Begrünung – Grüne Wände — "Günter Gregg – Preis".

Die Bestandsaufnahme der "Hydrokultur" sollte kein Seminar werden, sondern angeregt durch das Impulsreferat von Stefan Hecktor, sollte ein reger Gedanken- und Meinungsaustausch über das langjährige, erfolgreiche Kultursystem in der Raumbegrünung "Hydrokultur"  in dem "Geisenheimer Manifest zur Hydrokultur" münden.

"Die Bestandsaufnahme der "Hydrokultur" sollte kein Seminar werden, sondern angeregt durch das Impulsreferat von Stefan Hecktor, zu einem Gedanken- und Meinungsaustausch über das langjährige in der Raumbegrünung bewährte Kultursystem beitragen. Letztlich sollte es nach entsprechender Diskussion in einem "Geisenheimer Manifest zur Hydrokultur" münden.

Stefan Hecktor ging in einer Bestandsaufnahme zunächst auf die verschiedenen bekannten Systemkomponenten der "Hydrokultur" ein. Dem folgte eine kritische Analyse der Rahmenbedingungen in der Raumbegrünung bezüglich Gießwasserqualität, Licht und Temperatur. Die daraus resultierenden notwendigen Pflegemaßnahmen zum Erhalt der Pflanzen konzentrieren sich im Wesentlichen auf das Gießen und Düngen, sowie das Reinigen der Pflanzen, Schnittmaßnahmen, den Pflanzenschutz und das Umtopfen in größeren Zeitabständen. Neben der professionellen Pflanzenpflege gibt es auch noch den Hobbybereich. Problembereiche sind hier die Auswahl und Beschaffung von Pflanzen, die Eigenvermehrung und Anzucht, sowie die Umstellung von Erdpflanzen. Im privaten Bereich kommen auch andere Systeme der Langzeitbewässerung, wie beispielsweise von Lechuza, zum Einsatz. Als Substrate werden natürliche Granulatgemische oder auch Seramis verwendet. Im Rahmen des Trends zum Urbanen Gärtnern rücken erdelose Kulturverfahren zum Anbau von Gemüse in den Blickpunkt. Spezielle Fragestellungen betreffen die Wirkung von Pflanzen auf das Wohlbefinden von Menschen.

Wünschenswerte Weiterentwicklungen betreffen:

  • Die Verlängerung der Gießintervalle beim "Hydrokultur"-System
  • Aktive bepflanzte Luftreinigungssysteme
  • Die Vertikalbegrünung

Welchen Stellenwert hat die "Hydrokultur" heute? Hier gibt es deutliche Unterschiede abhängig von den jeweiligen Anwendungsbereichen:

  • Professionelle Raumbegrünung
  • Hobbybereich
  • Beet- und Balkonbereich, Kübelpflanzen
  • Begrünung im Außenbereich

Entsprechend unterschiedlich ist auch das Image des "Systems Hydrokultur", sowie dessen inzwischen stark eingebüßte Bedeutung in der Wissenschaft, in Verbänden, im praktischen Gartenbau, bei Vermarktungsorganisationen  und beim Endverbraucher. Als vordringlich im Hinblick auf eine Wiederbelebung der "Hydrokultur" erweist sich die Weiterentwicklung des "Hydrokultur"-Systems, sowie die Sicherung, Dokumentation und Bereitstellung des vorhandenen Wissens." (HDM)

Wenn man als Liebhaber und/oder Profi diese Gedanken Revue passieren lässt, wird einem sehr intensiv bewusst, wie dringend erforderlich dieser Meinungsaustausch war und ist, wie wichtig und überfällig so ein Manifest ist, dass sich entsprechend grundlegend mit der "Hydrokultur" befasst. {Manifest (lateinisch manifestus ‚"handgreiflich gemacht") eine Grundsatzerklärung, ein Programm (Duden)}

Aus Platzgründen können wir den kompletten Bericht über die MV in Geisenheim nicht in dieser Ausgabe veröffentlichen. Wir haben nur den ersten Teil des "Innovations-Workshops" und die wichtigsten Momente der Preisverleihung des "Günter Gregg – Preises" an Herrn Willi Höfer mit in diese Zeitung hineingenommen! Den zweiten Teil des Berichtes erhalten Sie dann mit der nächsten Ausgabe von Hydrokultur intern 01 — 2017.
Alle Fotos des Artikels finden sie in der Galerie Bericht zu MV 2016 - Teil I

(28.11.2016)
(01.05.2017)

 
Update: 01.05.2017 12:10:11