Euphorbiaceae - Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V.
03 - 2019

Euphorbiaceae

Euphorbiaceae Juss. - Wolfsmilchgewächse

Typusart:
Euphorbia antiquorum L.


Familiengröße:
etwa 5730 Arten

Nächstverwandte Familien:
Violaceae - Veilchengewächse
Passifloraceae - Passionsblumengewächse
Salicaceae - Weidengewächse
Rhizophoraceae- Mangrovengewächse
Linaceae - Leingewächse
Clusiaceae - Balsamapfelgewächse
Hypericaeae - Hartheugewächse
Malpighiaceae - Malpighiengewächse
Ochnaceae - Grätenblattgewächse
Rafflesiaceae - Rafflesiengewächse
Phyllanthacae - Stachelbeerbaumgewächse

Kurze Charakteristik wesentlicher Eigenschaften:
Die Wolfsmilchgewächse bilden eine sehr vielgestaltige Familie aus Bäumen, Sträuchern und Kräutern, auch Lianen. Viele sind sukkulent und dornig und ähneln Kakteen. Oft haben die Pflanzen einen charakteristischen Milchsaft, und die meisten sind giftig. Daraus leitet sich der Name "Wolfsmilch" her. Auch die Blätter sind vielgestaltig, von einfachen bis zu handförmig geteilten oder zusammengesetzten Formen kommt alles vor. Die Blütenstände sind meist zusammengesetzt, wobei bei der Gattung Wolfsmilch eine spezielle Form existiert, das Cyathium. Die Blütenstände als Ganzes bilden oft einen auffälligen Schauapparat. Die meist kleinen Blüten sind eingeschlechtlich und entweder in beiden Geschlechtern auf einer Pflanze (einhäusig) oder auf verschiedenen Pflanzen (zweihäusig). Die charakteristischen dreizähligen Fruchtblätter bilden eine Kapselfrucht, die die Samen oftmals beim Aufplatzen weit weg schleudert.

Verbreitungsschwerpunkte:
Die Wolfsmilchgewächse sind weltweit verbreitet mit besonders großer Vielfalt in tropischen Gebieten.


Verbreitung der Euphorbiaceae


Nutzung und Verwendung:

  • Nutzpflanzen: Es gibt eine ganze Reihe von Nutzpflanzen: Eine wichtige Nahrungspflanze (stärkereiche Knollen) tropischer Gebiete ist Manihot (Maniok, Cassava). Blattgemüse liefern Acalypha, Chamaesyce, Claoxylon, Cnidoscolus, Erythrococca, Euphorbia, Jatropha, Plukenetia, Pterococcus, Rhizinus und Trigonopleura. Medizinisch werden genutzt Acalypha, Alchornea, Chamaesyce, Codiaeum, Croton, Euphorbia, Gymnanthes, Hura, Jatropha, Pedlianthus, Pera, Tetracarpidium und Trewia. Hevea ist der bekannte Kautschukbaum. Auch aus Euphorbia ist Naturkautschuk gewonnen worden. Macaranga liefert Ersatzstoffe für Gummi arabicum, Aleurites und Garcia liefern Öl für Malfarben und Firnis. Auch aus Samen von Cephalocroton, Euphorbia, Jatropha, Rhizinodendron, Rhizinus und Tetracarpidium werden Öle, aus denen von Euphorbia und Sapium Talke und Wachse gewonnen. Farbstoffe liefern Alchornea, Chrozophora und Mallotus. Arten der Gattungen Acalypha, Cnidoscolus, Codiaeum, Euphorbia, Jatropha, Pedilanthus und Sapium werden als Hecken gepflanzt.

  • Zierpflanzen für das Freiland: Einige Arten der Gattung Euphorbia sind interessante Stauden oder Sommerblumen, Rhizinus wird einjährig, besonders als Schaupflanze in öffentlichen Anlagen, gern gezogen.

  • Zierpflanzen für den Wohnbereich, den Wintergarten und das Gewächshaus: Es gibt sehr schöne Formen von Acalypha und Codiaeum mit bunten Blättern, Jatropha und Pedilanthus sind ebenfalls recht interessant. Unter den Euphorbien ist der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima Willd. ex Klotzsch) eine der beliebtesten Topfpflanzen, gefolgt vom Christusdorn (Euphorbia milii Des Moul. und ihre Hybriden). Andere Euphorbien und Monadenium, besonders die säulen- oder kugelförmigen Euphorbien sind, ähnlich wie die Kakteen, mit denen sie oft verwechselt werden, sehr beliebte Sammelobjekte für Sukkulentenfreunde.

  • Schnittblumen: Euphorbia fulgens Karw. ex Klotzsch, seltener Euphorbia marginata Pursh, Euphorbia pulcherrima Willd. ex Klotzsch

  • Sumpf- und Wasserpflanzen: keine

  • Gattungen der Familie in der Hydrokultur: Acalypha, Codiaeum, sehr viele Arten von Euphorbia, Jatropha, Pedilanthus


Beschreibung einzelner Arten und Galerien:


Galeriebild 160

Viele Euphorbien gehören zu den Sukkulenten. Diese Sukkulenten sind keine Kakteen, obwohl sie oft dafür gehalten werden. Selbst im Handel werden sie als Kakteen bezeichnet und als solche verkauft.
Die Euphorbiaceae sind eine sehr große Familie. Die tropischen Euphorbien werden sehr oft als "Zimmerpflanzen" gepflegt.
In unseren kühlen Breiten wachsen ebenfalls viele Arten dieser Familie. (Sonnenwolfsmilch, Zypressenwolfsmilch)

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