Ericaceae - Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V.
Gloriosa superba L.

Ericaceae

Ericaceae Juss. - Heidekrautgewächs

Typusgattung: ist Erica L. Nur noch Synonyme für Ericaceae Juss. sind: Vacciniaceae Lindl., Monotropaceae Nuttall, Pyrolaceae Dum., Siphonandraceae Klotzsch.


Familiengröße:
126 Gattungen mit etwa 4000 Arten

Kurze Charakteristik wesentlicher Eigenschaften:
In dem heute weit gefassten, auf molekulargenetischen Untersuchungen basierenden Umfang der Familie der Ericaceae gibt es nur wenige morphologische Merkmale, die allen Unterfamilien gemeinsam sind. Besonders die Monotropoideae weichen von den allgemeineren Kennzeichen der Familie ab.
Es sind meist verholzende Pflanzen: oft immergrüne oder seltener laubabwerfende, kleine Bäume, (oft heidekrautartige = ericoide) Sträucher, selten Lianen oder Epiphyten. Seltener sind es krautige Pflanzen.
Die Arten der Unterfamilie Monotropoideae sind fleischige, chlorophylllose, mykotrophe Pflanzen.
Einige Arten bilden Rhizome, Stolonen oder aus dem Hypocotyl verholzende Knollen, die bis zu 1 Meter Durchmesser aufweisen können. Pflanzenteile sind oft behaart mit ein- bis mehrzelligen Trichomen oder Schuppen, die manchmal auch drüsig sein können. Die Sprossachsen sind mehr oder weniger bleistiftförmig oder manchmal deutlich geflügelt.
Die Laubblätter sind wechselständig und spiralig oder zweizeilig, selten gegenständig oder wirtelig angeordnet. Blattstiele sind unterschiedlich oder fehlen. Die einfache Blattspreite ist winzig bis sehr groß, ledrig oder krautig. Der Blattrand ist meist glatt oder eingerollt, seltener gezähnt oder gekerbt. Junge Blätter besitzen oft eine rote Färbung. Nebenblätter fehlen.
Die Blüten stehen selten einzeln, meist zu mehreren in achsel- oder endständigen, traubigen, ährigen, kopfigen, schirmtraubigen oder rispigen Blütenständen, die oft lang herabhängend sind. Es sind haltbare oder vergängliche Tragblätter und oft zwei Deckblätter je Blüte vorhanden. Es sind nur selten extraflorale Nektarien vorhanden.
Es ist meist ein Blütenstiel vorhanden. Die meist duftlosen Blüten sind meist zwittrig oder seltener funktional eingeschlechtig.
Es werden lokulizidale oder septizidale Kapselfrüchte, Beeren, Steinfrüchte oder selten Nussfrüchte gebildet. Manchmal sind auf der Frucht noch fleischige Kelchblätter vorhanden.

Verbreitungsschwerpunkte:
Pflanzenarten dieser Familie kommen fast weltweit vor. Es werden alle Klimazonen und Höhenlagen außer der Dauerfrostzone besiedelt, damit fehlt sie nur auf dem Antarktischen Kontinent. Nur wenige Arten gedeihen im tropischen Tiefland.



Verbreitung der Ericaceae



Nutzung und Verwendung:

  • Nutzpflanzen:
    Heimische Nutzpflanzen sind die Heidelbeere, Vaccinium myrtillus,
    Preiselbeere, Vaccinium vitis-idaea.
    einige Arten des Erdbeerbaumes, Arbutus.
  • Heilpflanze wird die Bärentraube, Arctostaphylos uva-ursi, genutzt.
    Viele Arten der Gatt. Alpenrose, Rhododendron, und Heidekraut, Erica, werden als Zierpflanzen kultiviert.
    Die meist kleinblättrigen, Laub abwerfenden Rhododendron-Sträucher werden i. Allg. als Azaleen bezeichnet.
    Der giftige Sumpfporst, Ledum palustre, steht unter Naturschutz.
  • Ericaceae:
    Heidelbeere (Vaccinium myrtillus), fruchtender Zweig;
    Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi), blühender Zweig; 
    Heidekraut (Calluna vulgaris), blühende Pflanze;
    Sumpfporst (Ledum palustre), blühende Pflanze

Beschreibung einzelner Arten und Galerie:


Galerie 277

Blütenträume unter Bäumen Unter dem Schutz hoher Kiefern präsentieren sich im Rhododendronpark in Gristede mehr als 1.000 Rhododendren und Freiland-Azaleen in Arten und Sorten. Gartenliebhaber finden hier prachtvolle Blüten, üppigen Wuchs und bei einigen Sorten wundervolle Dufterlebnisse.Blütenvielfalt auf 25 HektarVom ersten Tag an war der 25 ha große Park für die Bevölkerung geöffnet und wurde schnell zu einer Attraktion des Ammerlandes und zu einer Pilgerstätte für Rhododendron-Liebhaber aus aller Welt. Die Hauptblütezeit erstreckt sich von Ende April bis Anfang Juni. Durch eine interessante und vielfältige Gestaltung, ergänzt mit vielen botanischen Raritäten und Solitärgehölzen, ist der Gristeder Rhododendronpark jederzeit sehenswert.

Archviert in der Rubrik DEG - MV 2010 Bad Zwischenahn & Gärten und Ausstellungen & Ericaceae

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Galerie 278

Die Rhododendren sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Sie ist mit etwa eintausend Arten eine vergleichsweise große Gattung mit einer Vielzahl von Sortengruppen und einer fast unüberschaubaren Zahl von Sorten, welche teils Hybriden, teils nur vegetativ vermehrbare Ausleseformen (sogenannte Sports) sind.

Der Rhododendronpark der Familie Hobbie ist nun seit vielen Jahrzehnten ein attraktives Ausflugsziel, das sich steigender Beliebtheit erfreut. In der Saison 2018 feiert die Parkanlage bereits ihr 90 jähriges Bestehen. Der Baumbestand, in dem der Park angesiedelt ist, ist sogar schon über 300 Jahre alt - und somit auch ohne die Rhododendronblüte eine wahre Oase der Erholung.

Mit einer Gesamtfläche von 70 Hektar ist er nicht nur Deutschlands größter Rhododendronpark sondern gilt auch unter Fachleuten als einer der größten und schönsten Europas.

Archviert in der Rubrik DEG - MV 2010 Bad Zwischenahn & Gärten und Ausstellungen & Ericaceae

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Galeriebild 509

Die Heidekrautgewächse (Ericaceae) bilden eine Familie in der Ordnung der Heidekrautartige (Ericales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida). Mit etwa 126 Gattungen und etwa 4000 Arten besitzen sie eine weltweite Verbreitung. Arten aus dieser Familie werden als Zierpflanzen, Nahrung und Arzneimittel verwendet.
Archviert in Ericaceae

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