Sonderausgabe: 50 Jahre DGHK - Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V.
02 - 2019

Sonderausgabe: 50 Jahre DGHK

Prof. Paul Röszler, ein Ungarn-Deutscher, muss 1932/33 nach Deutschland gekommen sein. Geboren am 7.6. 1900 in Budapest, von der Ausbildung her Biologe, leitete und überwachte er die ostungarischen Hydrokulturanlagen.
Sein besonderes Interesse galt der erfolgreichen Anzucht von Gemüsejungpflanzen in Töpfen unter Glas in mineralischen Substraten zur Weiterkultur ausgepflanzt im Freien.


50 Jahre DGHK
1951 bis 2001
1951 Hydrokulturanlage ‚System Röszler
erstmals vorgestellt von Heide Lau und Paul Rößler in Saarbrücken
Gründung einer Pflanzenliebhabergesellschaft

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Hydroflor-Ziervase
Unter der Überschrift "Pflege von Zimmerpflanzen in Hydrokultur – Erfahrungen eines Pioniers" veröffentlichtet im Dezember 1953 Friedrich Gampe, Frankfurt, in der Zeitschrift
"Die Pflanze" seine Erfahrungen:

„Der Verfasser dieser Zeilen hat sich speziell der Kultur von Zimmerpflanzen in Bimskies gewidmet und damit die schönsten Erfolge erzielt. Die für diese Zwecke entwickelte zweiteilige Hydroflor-Ziervase, seit längerem im Handel erhältlich, ist nun allgemein bekannt geworden (siehe Bild). Da nur wenig Fehlermöglichkeiten bestehen, war es immer verhältnismäßig leicht, die gemachten Fehler aufzufinden.

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Kieskultur
„Das Frankfurter Gartenamt hat im Frühjahr 1949 in einer seiner Anzuchtsgärtnereien eine Degussa-Mineralkulturanlage von 50 qm Größe in Betrieb genommen. Die Einrichtung der Anlage erfolgte in der durch zahlreiche Veröffentlichungen bekannten Art und Weise – u.a. bebilderte Schrift der Deutschen Gold– und Silber-Scheideanstalt Frankfurt/M. ‚Das Degussa-Mineralkultur-Verfahren‘, 2. Auflage 1949 – wie auch deren Bearbeitung nach den von der Degussa herausgegebenen Richtlinien durchgeführt wurde.
Als Schüttsubstrat diente Bimskies, nachdem sich herausgestellt hatte, daß Ziegelsplitt nicht brauchbar ist, weil er das Phosphat festhält.

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Monatszeitschrift für Hydrokultur
Der Boden trägt soviel als der Mensch Wert ist, der ihn bearbeitet.
Aus dem Chinesischen
Der Boden trägt soviel als der Mensch Wert ist, der ihn bearbeitet.
Aus dem Chinesischen
Unter diesem Motto erschien im Januar 1953 erstmals die ‚illustrierte Monatsschrift für Hydrokultur und neuzeitlichen Pflanzenbau‘. Die Zeitung wurde von Paul Schliephake in der Hydrokultur-Verlagsgesellschaft o.H.G. in Gaggenau/Baden verlegt. Die Schriftleitung hatte Prof. Dr. Paul Röszler inne.

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Wolfgang Mohr

Präsident Günter Gregg hat mich gebeten für diese Festschrift zu diesem Thema aus meinen Erinnerungen zu berichten. Diesem Wunsch entspreche ich gern. Nun kenne ich die Verbandsarbeit aus eigener Erfahrung, da ich 18 Jahre als Vorsitzender des Fachverbandes Hydrokultur im Zentralverband Deutscher Gartenbau e.V. arbeiten durfte. Ich weiß also das Jubiläum wohl zu schätzen und komme an anderer Stelle darauf zurück.

Insider wissen, daß Günter Gregg auch zu den Gründungsmitgliedern unseres Verbandes gehörte. Er hat nicht nur lange im Vorstand mit gearbeitet, sondern er war in dieser Zeit immer voller Ideen für die Produktion und Verbreitung fachlich richtiger Hydrokultur bezüglich Pflanzen und technischem Zubehör zum Nutzen der Blumenliebhaber und gewerblichen Verbraucher. Ich hätte mir ‚meinen‘ Vorstand ohne die Aktivitäten eines Günter Gregg gar nicht vorstellen können.

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Heide Lau und Paul Röszler
Unter der Bezeichnung -System Röszler- wurde von meiner Kollegin Heide Lau das von mir entwickelte und erstmals im Rahmen der Saarländischen Internationalen Gartenbauausstellung im Jahre 1951 der Öffentlichkeit vorgeführte Verfahren in die Literatur eingeführt.

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50 Jahre DGHK
Es ist ja wohl einmalig in der Welt, daß ein Liebhaberverein Hydrokultur schon ein 50-jähriges Jubiläum begeht. Wie wir lesen, war der Gründer der Deutschen Gesellschaft für Hydrokultur der weit voraus schauende Prof. Paul Röszler. Er arbeitete nicht nur in der Erforschung von Hydrokulturverfahren für den Erwerbsgartenbau, sondern widmete sich auch – was in einer Person ungewöhnlich ist – den Pflanzenliebhabern und Ihren Fragen. Absicht der Gründung war es, diesen Fragen nach zu gehen, Problemlösungen zu erarbeiten und weitere Interessenten für die Hydrokultur zu gewinnen.

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Günter Gregg
Prof. Paul Röszler, ein Ungarn-Deutscher, ist nach dem 2. Weltkrieg nach Deutschland gekommen. Geboren am 7.6. 1900 in Budapest, von der Ausbildung her Biologe, leitete und überwachte er die ostungarischen Hydrokulturanlagen. Er beschrieb eine Reihe von Insekten und war der Begründer einer Reihe von biologischen Pflanzenschutzverfahren. Röszler verfasste über 100 Arbeiten über Biochemie, Hydrokultur, Entomologie, Allgemeine Biologie, Angewandte Biologie, Pflanzenschutzverfahren, Zoologische Systematik, neue Laborverfahren für Zoologie und Botanik sowie agrarwissenschaftliche Themen.

In Daisendorf, nördlich von Meersburg, begann er sein umfangreiches Wissen über das Leben der Pflanzen und seine Überzeugung von der großen Zukunft der Hydrokultur in die Praxis umzusetzen. Dazu gründete er eine Forschungsstelle.
Sein besonderes Interesse galt der erfolgreichen Anzucht von Gemüsejungpflanzen in Töpfen unter Glas in mineralischen Substraten zur Weiterkultur ausgepflanzt im Freien. Dazu entwickelte er Verfahren mit Nährlösungsanstau wie auch mit Nährlösungsumläufen. Manche von Prof. Röszler eingebrachte Technik finden wir auch heute noch in fortschrittlichen Betrieben. Interessant nachzulesen sind beispielsweise seine Erfahrungen mit Bimskies und mit Kesselschlacke.

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Fachhochschule Weihenstephan
ehem. Leiter des Institutes für Bodenkunde und Pflanzenernährung an der staatlichen Lehr- und Forschungsanstalt
Gerne bin ich der Bitte von Präsident Günter Gregg nachgekommen, die Schirmherrschaft des 50 Jahre Jubelfestes der Deutschen Gesellschaft für Hydrokultur zu übernehmen.
Seit 1947 habe ich in dem von mir geleiteten Institut für Bodenkunde und Pflanzenernährung an der Staatlichen Lehr– und Forschungsanstalt für Gartenbau in Weihenstephan Hydrokulturversuche durchgeführt. Dies waren die ersten exakten wissenschaftlichen Untersuchungen in Deutschland. In Amerika wurde seinerseits behauptet, man könnte mit Hydrokultur den 3-fachen Ertrag gegenüber Erdkultur erzielen. Unsere Untersuchungen ergaben jedoch, daß der Ertrag unter gleichen Bedingungen zwar höher als der in üblicher Bodenkultur liegt. stärker ist als bei Pflanzenwachstum in Erde. Der Mehrertrag liegt aber nur bei ca. 30 %.

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