Crassula ovata (Mill.) Druce

Palmen

© Stefan Hecktor

...die beliebten Zimmerpflanzen

Palmen zählen zu den elegantesten Erscheinungen im Pflanzenreich und sind aufgrund ihrer exotischen Wuchseigenschaften besonders beliebt. Die Ordnung der Arecales, zu der die einzige Familie der Arecaceae gehört, wurde deshalb auch Principes genannt — die Königlichen.


Botanisch zählen die Palmen zu den Monocotyledonen, den Einkeimblättrigen (wie z.B. Gräser). Die Familienbezeichnung Palmae ist nach den neusten botanischen Regeln (siehe Zander, 17. Auflage, 2002) in der Familie der Arecaceae aufgegangen. 81 Gattungen gehören dieser Palmfamilie an.

Palmen sind ebenso eng mit unserem Bild von den Tropen und romantischen Karibikstränden verbunden wie mit den Wüstenoasen dieser Welt. Sie sind in den Tropen und Subtropen der ganzen Erde verbreitet, am Meeresstrand, in Regenwäldern und Bergregionen. Die einzelnen Arten haben deshalb ganz unterschiedliche Ansprüche an Standort und Pflege.

Palmen haben ein deutlich anderes Wuchsverhalten als Laubbäume oder Sträucher. Meist bilden sie unverzweigte lange, schlanke Stämme, an deren Ende ein Blattschopf sitzt. Ihr einziger Vegetationspunkt liegt an der Spitze des Stammes. Nur hier können neue Blätter gebildet werden, weshalb man ihn als ‚Herz‘ der Palme bezeichnet. Der Stamm erreicht oft schon seine endgültige Dicke, bevor er die Endhöhe erreicht hat. Die Blattflächen werden im Inneren zunächst ungeteilt, aber bereits gefaltet angelegt und spalten sich erst auf, wenn sie den Stamm verlassen.
Da Palmen zu den einkeimblättrigen Pflanzen gehören, entwickeln sich sie zunächst gleichförmige, längliche Blätter, die nur ein Fachmann artspezifisch unterscheiden kann. Oft entsprechen auch die Jugendblätter in ihrer Form nicht der Altersform (z.B. Areca catechu), so dass eine Bestimmung sehr schwierig ist. Die einzelnen ausgewachsenen Wedel sind wie Fächer flach ausgebreitet (Fächerpalmen) oder fiedrig (Fiederpalmen).

Zu den Fächerpalmen gehören die Steckenpalme (Rhapis excelsa) oder die Strahlen-Palme (Licuala grandis), zu den Fiederpalmen die Goldblatt-Palme (Chrysalidocarpus lutescens) und die Berg-Palme (Chamaedorea elegans)
Im Gegensatz zu denjenigen Palmen, die in den trocken-heißen Gebieten der Erde beheimatet sind, lieben tropische Arten luftfeuchte, absonnige und dauerwarme Bedingungen. Sie verlangen bei weitem nicht die Sonneneinstrahlung wie die Palmen- Arten, die uns aus dem Mittelmeerraum vertraut sind. Tropen-Palmen erleiden bei direkter Sonneneinstrahlung sogar Blattverbrennungen. Nichtsdestotrotz brauchen auch sie Licht!

Es sollte gedämpft oder diffus sein, zum Beispiel indem es durch die Kronen anderer Wintergartenpflanzen gestreut wird. Wahre Schattenkünstler sind die Stecken-Palme (Rhapis excelsa), die mit einem Minimum an Licht auskommen.
Kältetolerante Palmen wie die kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis) oder die Petticoat- Palme (Washingtonia flilifera) können bis –5°C Frost vertragen.

Andere extrem kälteverträgliche Palmen, z.B. die Hanfpalme (Trachycarpus fortunei) oder Zwergpalme
(Chamaerops humilis), sogar bis –15°C. Bei vielen Arten sind auch die Blüten sehr attraktiv, die aber im Zimmer nur bei wenigen Arten erscheinen. Die Blüten sind zumeist gelb, die Früchte bräunlich, orange– oder ockerfarben.

Die Früchte sind zum Teil sehr ölreich. Deshalb werden beispielsweise Öl-Palmen (Elaeis guineensis) in riesigen Plantagen angebaut. Das ausgepresste Palm-Öl wird zum Kochen verwendet. Auch die Kokos- Palme (Cocos nucifera) ist ein wichtiger Öllieferant.

Wenn Sie noch einmal einen fotografischen Überblick verschaffen wollen, über die Sorten, die wir bisher auf dieser Seite vorgestellt haben, dann müssen Sie einfach auf Palmen klicken und Sie könneen sich die Galerie - Palmen ansehen.

Auch der Artikel Kentia-Palme sei an dieser Stelle noch erwähnt.

(08.06.2008)
(19.12.2015)


(18.01.2013)

Update: 19.12.2015 18:49:25