Winterhärte - Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V.
Dracaena Salisb.

Winterhärte

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Die Winterhärte:

0 = Ungenügende Winterhärte. Nur als Zimmerpflanze geeignet.

X = mäßige Winterhärte. Kann im Weinbauklima noch verwendet werden.

XX = gute Winterhärte. Die Sorte sollte in den rauhesten Klimaten Deutschlands nicht angepflanzt werden.

XXX = sehr gute Winterhärte. Die Sorte kann auch in den rauhesten Klimaten Deutschlands angepflanzt werden.

XXX* = sehr gute Winterhärte mit besonderer Auszeichnung.



Zuordnung der Winterhärten



Gefühlte Temperatur
Für eine "Kleine Anfrage" hat Katja Nellissen im WDR die wichtigsten Begriffe zusammengestellt.
Das Temperaturempfinden der Menschen ist sehr unterschiedlich. Ein Finne wird den deutschen Winter wahrscheinlich als frühlingshaft mild empfinden, während ein Afrikaner sich vermutlich fragt, was um Himmelswillen ihn in eine solch arktische Kälte verschlagen hat. Doch ist es nicht das subjektive Kälteempfinden jedes einzelnen, was man unter "gefühlter Temperatur" versteht. Trotz ihres Namens gibt sie kein individuelles Gefühl an, sondern ist eine objektive Größe, die sich aus Temperatur und Windgeschwindigkeit errechnet. Die gefühlte Temperatur ist ein Maß für den Wärmeverlust des menschlichen Körpers. Der ist nämlich umso größer, je stärker der Wind weht. Denn der Wind bläst das warme Luftpolster weg, dass unsere Haut umgibt.

Ein Beispiel: Bei einer Windgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde und einer Außentemperatur von null Grad liegt die gefühlte Temperatur bei minus zehn Grad. Das heißt: Ein Körper kühlt so schnell aus, wie er es ohne Wind bei minus zehn Grad tun würde. Der gefühlten Temperatur, auch Windchill-Temperatur genannt, liegt eine komplizierte Formel zugrunde, die neben aktueller Temperatur und Windgeschwindigkeit auch die Form des Menschen und die Isolation durch Kleidung berücksichtigt:
Die Siple-Passel Formel

?wc = 33 + (0,478 + 0,237 * ?vw - 0,0124 * vw) (?-33)
Dabei ist ?wc die gefühlte Temperatur, vw die Windgeschwindigkeit, und ? die aktuelle Temperatur.

In Wenn der Wind unter die Haut geht sind für eine Temperatur einmal die Werte berechnet worden.
Leser, die tiefer in diese Materie einsteigen wollen, können unter
Der Windchill-Rechner die Tabellenwerte nachrechnen.

Benannt ist die Formel nach den Antarktis-Forschern Siple und Passel. Siple und Passel haben in ihrer ursprünglichen Formel einen "Abkühlungsfaktor" in Watt pro Quadratmeter berechnet, der durch Wind hervorgerufen wird. Nun hat man diesen "Abkühlungsfaktor" auf einen Modellmenschen übertragen, der eine Temperatur von 33°C an der Hautoberfläche hat und sich als "normaler" Fußgänger fortbewegt. Daraus ergibt sich die sogenannte "gefühlte" Temperatur, z.B. angegeben in Grad Celsius.


Karte der Winterhärtezonen



Die Probleme bei dieser Berechnung sind: 33°C an der Hautoberfläche sind draußen bei Kälte zu hoch angesetzt. Die Windgeschwindigkeit, die man vom Wetterbericht erfährt, bezieht sich auf 10 m Höhe über dem Boden (dort befindet sich aber kein Gesicht). Und "normale" Fußgängergeschwindigkeit ist keine physikalische Konstante. Dennoch wird die Siple-Passel Formel als Näherungswert immer noch gerne benutzt.

Interessant ist diese Zahl vor allem für Medizinmeteorologen, die vorhersagen müssen, ab wann sich die Menschen vor dem Wind besonders schützen müssen. Denn bereits bei geringen Minusgraden und einem starken Wind kann die gefühlte Temperatur so niedrig werden, dass Erfrierungen drohen.

In einer kleinen Liste von 1999 sind unter "Winterhärte bei Efeu-Sorten einige Beispiele aufgelistet.

Update: 2018-12-23 10:04:33