Mitgliederversammlung 2007 - Osnabrück

Mitgliederversammlung 2007 - Osnabrück

© Jochen Euler
30.09.2007
Haseschachtgebäude

1871 wurde das Haseschachtgebäude als Maschinenhaus für die Zeche Piesberg von der Stadt Osnabrück errichtet.
Es beherbergte nach einem bald nötigen Anbau insgesamt 3 Dampfmaschinen für die Förderung der Kohlen und für den Antrieb der Pumpen zur Hebung des Grubenwassers.

In dem langgestreckten, tonnenförmig gedeckten Kesselhaus wurde der nötige Dampf erzeugt. 1889 übernahm der Georgs-Marien-Bergwerks- und Hütten-Verein die Zeche Piesberg. Die ständig steigende Menge des eindringenden Grubenwassers machte den Betrieb Ende der 1890er Jahre unrentabel. Das Verhältnis von Kohle zu Wasser betrug 1 : 72, man musste gut die Hälfte der geförderten Anthrazitkohlen im eigenen Betrieb zur Dampferzeugung einsetzen. Im Juni 1898 wurde der Zechenbetrieb eingestellt.


Seit Anfang des 19. Jahrhunderts bestanden am Piesberg Steinbrüche, in denen der harte, abriebfeste "Karbonquarzit" gewonnen wurde. In der Region Osnabrück fand er weite Verwendung als Pflasterstein, als Gleisschotter oder als Baustein - das Haseschachtgebäude ist mit diesem quarzitischen Sandstein gebaut. Nach Schließung der Zeche expandierten die Steinbrüche.

Für uns Hydrokultur-Freunde barg der eigentliche Hasestollen schon eine besondere Überraschung: durch die hohe Luftfeuchtigkeit hatten sich um die Leuchtstoff-Leuchten "echte" Hydrokulturen selbst gebildet, Farne und Mose im quarzitischen Sandstein konnten wir bewundern. Die Fotos bieten Ihnen unter dem Link: Hasestollen das, was wir zum Abschluss unser Mitgliederversammlung noch geboten bekamen.
Um uns nicht mit leerem Magen auf den Heimweg zu begeben, sind wir noch einmal im Rampendahl zum Sonntagsbüfett eingekehrt.
Herzlichen Dank, lieber Jürgen Ströer, es war eine wunderbare, anregende, erlebnisreiche und fruchtbare Mitgliederversammlung 2007 bei euch in Osnabrück.

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