Feinstaub Belastung im Wohn- und Bürobereich. - Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V.
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Feinstaub Belastung im Wohn- und Bürobereich.

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Diese Sache geht uns alle an!
Früher hat man nur von Staub gesprochen, heute spricht man von Feinstaub und Ultra-Feinstaub, also Staub der kleiner ist als 2,5 Mikrometer Durchmesser. Zum Vergleich gibt der Chemiker Prof. Dr. Michael Braungart in der Ausgabe Schwäbische Zeitung, Donnerstag, 7.Juli 2005 / Nr.154 ein Haar an, das etwa einen Durchmesser von 100 Mikrometern hat. Weiter sagt er, es gibt viele Quellen die Feinstaub hervorrufen.

Zunächst ist da die Bodenerosion, wir verlieren in Mitteleuropa etwa fünftausendmal mehr Humus als neu gebildet wird, weil unsere Landwirtschaft nicht in der Lage ist, den Boden festzuhalten, so wie er eigentlich über die Vegetation festgehalten werden würde. Durch den Austrag des Bodens über den Wind wird eine erhebliche Menge an Feinstaub in die Luft geblasen. Weitere zivilisationsbedingte Quellen sind Feuerungsanlagen, zum Beispiel Müllverbrennungsanlagen und der Straßenverkehr durch Ruß und Abtriebe von Reifen und Bremsbelägen.

Auch im Haushalt entsteht laut Herrn Prof. Braungart Feinstaub, etwa in der Küche, wenn man Fett anbrennen lässt. Aber auch technische Geräte wie Laserdrucker und Kopierer geben Feinstaub ab und hier sind in besonderem Maße Großraumbüros betroffen. Hier tickt eine Zeitbombe. Weiter schreibt er, wir unterscheiden rund 30 Feinstäube. Die Schädlichkeit hängt davon ab, ob der Feinstaub in der Lunge bleibt, oder ob die Lunge ihn abbauen oder wieder ausscheiden kann. Bereits normaler ,ungiftiger’ Staub beeinträchtigt die Lungenfunktion. Asthma ist deshalb inzwischen die häufigste Kinderkrankheit. Auch die Zunahme von Allergikern sehen wir im Zusammenhang mit Feinstaub. Stäube die so fein sind, dass sie sich im ganzen Körper verteilen, sind besonders gefährlich. Mittlerweile ist nachgewiesen, dass Ruß-Stäube Blasenkrebs auslösen können. Jetzt kann ich auch seine Aussage verstehen "Feinstaub ist Körperverletzung!". Natürlich ist das nichts absolut Neues. So spricht man in den USA schon seit vielen Jahren über das Sick Bulilding Syndrom auch SBS genannt.

Die meisten Menschen glauben, in Ihren Wohnungen oder aber auch im Büro seien sie vor Feinstaub geschützt, weil man Ihnen immer sagt, gerade bei Smogalarm, bitte das Haus nicht verlassen, Türen und Fenster schließen. Was für ein Trugschluss. Wenn Sie nur wüssten, dass oftmals in den Wohnungen oder in den Büros die Luftverschmutzung sowie die Feinstaubbelastung um etwa das Zehnfache höher ist, als im Freien.

Wir wissen, das unsere Regierung den Einsatz von Rußfiltern in Kraftfahrzeugen diskutiert und fordert, aber kaum einen Gedanken verschwendet über dringend notwendige Maßnahmen, den Feinstaub im Innenraum zu reduzieren, wo sich doch der Mensch bis zu 90 % am Tag aufhält. Jetzt muss ich mich fragen, ob noch alles mit rechten Dingen zu geht.

Da wir also kaum Hilfe von öffentlicher Seite her bekommen, müssen wir uns selbst fragen, was können wir dagegen oder dafür tun um den Feinstaub im Innenraum zu reduzieren. Hier möchte ich den Einsatz von Luftbefeuchtern wie zum Beispiel Nebler – und Brunnensysteme oder Wasserbilder empfehlen, welche in der Lage sind durch Verdunstung des Wassers die Luftbefeuchtung im Innenraum anzuheben, und dadurch den vorhandenen Feinstaub zu binden.

Jetzt im gebundenen Zustand kann er zum Boden absinken, und uns nicht mehr schädigen. Eine weitere Möglichkeit ist, und diese empfehle ich in besonderem Maße, den Einsatz von Hydrokulturpflanzen. Die in Hydrokultur gezogene Pflanze ist wohl die einzigste Pflanzenhaltung im Innenraum, die in verstärktem Maße, Raumluft anfeuchtet, zum Einen über ihre Blätter, und zum Anderen über ihre starke Wurzelatmung, die ja gegeben ist, durch das poröse Tongranulat. Hier wird der Feinstaub direkt in die Feuchtzone transportiert, angefeuchtet und gebunden. Ein weiterer Vorteil der Hydrokultur ist, dass auch und in verstärktem Maße Schadstoffe, die uns im Innenraum belasten, gebunden oder auch entsorgt werden. Somit sind Hydrokulturen wie es einst einmal Günter Greg sagte, richtige Saubermänner.

Ganz zum Schluss sei noch erwähnt, inspirieren sie uns positiv und nachhaltig mit ihrer ganz normalen und schönen Ausstrahlung. Was gibt es also besseres in unserem Leben, als das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Ihr Udo Stock
Update: 13.12.2005 00:00:00