Das Image der Hydrokultur

Das Image der Hydrokultur

© Stefan Hecktor
18.11.2005
Was in den 80er als modern und zeitgemäß galt, muß heute neu formuliert und aufbereitet werden.

Die Hydrokultur ist ein eingeführtes und weithin noch bekanntes Produkt. Der Begriff Hydrokultur entspricht einer Marke. Doch was in den 80er als modern und zeitgemäß galt, muß heute neu formuliert und aufbereitet werden. In den nachfolgenden Ausführungen möchte ich ein paar Ideen zur Imageförderung der Hydrokultur aufzeigen. Für heftige Reaktionen wäre ich sehr dankbar!

Die Ist-Situation der Hydrokultur am Markt
kann wie folgt beschrieben werden:

  • Marktführer bei der Begrünung von Büros u.ä. mit mobilem Grün
  • Innenraumbegrünung als, Teil der Bau- und Immobilienbranche leidet derzeit wegen der zurückhaltenden Nachfrage
  • Hydrokultur für Privatpersonen ist ein Nischenprodukt
  • Verkauf über Facheinzelhandel und Gartencenter stark rückläufig


Die Diskussionen im Fachverband Hydrokultur um eine Namensänderung des Verbandes haben eine Weiterentwicklung des Produktes gelähmt.

Die Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur ist als Liebhabergesellschaft viel zu klein, um nennenswerte Effekte für den Markt erzielen zu können. Die einzelnen Produzenten und Großhandelsbetriebe rund um die Hydrokultur kämpfen alle mit dem schwächer werdenden Markt. Der Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur hatte in der Vergangenheit schon mehrere Initiativen zur Positionierung der Hydrokultur durchgeführt ("Original Hydrokultur", "Wohlbefinden mit Grün") - mit unterschiedlichem Erfolg.

Deshalb ist es jetzt an der Zeit auf das Wesentliche zu kommen - die Hydrokultur.
Eine gemeinsame Initiative der Produzenten, Großhändler, Einzelhändler und Liebhabern soll positive Zeichen setzen, um das Image der Hydrokultur zeitgemäß zu verbessern. Das Logo "Original - Hydrokultur" (Zeicheninhaber Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur) sollte als Plattform für viele Werbe- und Marketingaktivitäten ausgebaut werden. Es wurde in den 90er kreiert und 2000 revitalisiert.

Die Erhöhung des Bekanntheitsgrades des Systems Hydrokultur beim Endverbraucher und Anwender war und ist die wichtigste Zielrichtung aller Werbeaktivitäten rund um "Original Hydrokultur".

Die Gründe, die für diesen Weg sprechen, sind:
  • Die Verknüpfung der Produktbezeichnung "Hydrokultur" mit dem einem Logo bei dem ein Wiedererkennungseffekt zu erwarten ist.
  • Schaffung eines "gemeinsamen Daches" unter dem der Facheinzelhandel genauso wie die Raumbegrünung angesiedelt ist.
  • Vorhandenes Logo des Fachverbandes, welches zum Einen schon von vielen Mitgliedern verwendet wird, zum Anderen aber auch zur Verwendung von Nichtmitgliedern frei ist.
  • Firmenneutrales Logo
  • Verbesserung des Image bei Facheinzelhändlern.
  • Stärkung der Raumbegrünung mit Hydrokultur bei mobilem Grün. Leider haben sich nur wenige Großhändler und Raumbegrüner dieser Marketingidee angeschlossen.


Positiv sind:
  • Einheitlicher Wiedererkennungseffekt am Point of Sale mit Etiketten, Prospekten...
  • Neutraler Internetauftritt mit über 13.000 Zugriffen in 3 ½ Jahren und wöchentlich 1 bis 3 Anfragen an den "Hydrodoktor"



Bevor weitere grundsätzliche Überlegungen angestellt werden, sollte diese Frage wieder einmal neu beantwortet werden:
Was sind die Vorteile der Hydrokultur?

Dazu hatten wir auch auf der Mitgliederversammlung der DGHK einen interessanten Austausch:
  • Problemlösung (kein "grüner Daumen", Urlaub, Geschäftlich unterwegs)
  • Langzeitbewässerungssystem
  • Einfache Handhabung
  • Kultur
  • (Brainstorming: Diese Frage muss weiter beantwortet werden!!!)


Meiner Meinung nach beginnt die Innenraumbegrünung mit der Begrünung der Fensterbank in der privaten Wohnung.
Wenn dieser Bereich des privaten Konsums in der Kundenansprache komplett aufgegeben wird, kann dies in ein paar Jahren wie ein Bumerang auch auf die gewerbliche Begrünung negativ wirken. Deshalb sollte eine Imageinitiative pro Hydrokultur zweigleisig angelegt sein:
1. Image für die Hydrokultur im Wohnraum
2. Image für die Hydrokultur bei der Innenraumbegrünung gewerblicher Räume (Büros, Schalterhallen, Entrees...)

Ein Logo sollte aus den bestehenden Zeichen heraus weiterentwickelt, bzw. fortgeführt werden. Ein kompletter Bruch mit den bisherigen Linien ist wenig hilfreich.
Image für Hydrokultur umfasst die Bereiche Public Relation und Werbung. Diese Imagekampagne sollte nicht nur von einer Agentur vorgegeben werden, sondern in einem Workshop gemeinsam entwickelt werden.

Der Unterschied zu anderen Langzeitbewässerungssystemen, wie z.B. Seramis, ist der, daß bei der Hydrokultur viele Wissenschaftler, Gärtner und Raumbegrüner das System gemeinsam entwickelt haben. An dieser Stelle sei nur am die Pioniertätigkeit von Prof. Röszler, Prof. Penningsfeld, Gerhard Baumann, Günter Gregg , Wolfgang Mohr oder Heinz Otto.

Nur durch eine aufbauende und gemeinsame Arbeit konnte die Hydrokultur als Langzeitbewässerungssystem für Grünpflanzen entwickelt werden. Im Gegensatz dazu wurde das Langzeitbewässerungssystem Seramis von einer Firma entwickelt und mit viel Geld im Markt etabliert.

Die Imagekampagne für Hydrokultur muß zielgruppenorientiert aufgebaut werden. Diese könnten sein:
  • Entscheider bei der Bürobegrünung
  • Private Haushalte der, über 50jährigen Facheinzelhändler, Gärtner + Floristen
(Auch diese müssen umworben werden, um der Hydrokultur wieder ein positives Image im Handel zu verschaffen: Siehe dazu die Artikel aus der Fachpresse ab Seite 13!)

Eine Initiative "pro Hydrokultur" muß viele zusammenbringen.
Dpicie Förderung des Images für Hydrokultur ist keine alleinige Aufgabe eins Verbandes, sondern funktioniert nur wenn viele Gruppen und Firmen dieses tragen. Die Mitträger sollten Verantwortliche bestimmen (und auch finanziell ausstatten), die als Motor die Initiative voran bringen.

Die Mitträger könnten sein:
  • Fachverband Hydrokultur als ideeller Träger und Ansprechpartner für Architekten
  • Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur als ideeller Träger und Ansprechpartner für Fachfragen
  • Großhandel, Pflanzenproduktion, Zubehörhersteller haben die Aufgaben der Publizierung im Facheinzelhandel, die Imagekampagne für Hydrokultur zu fördern und zu nutzen und natürlich auch die Initiative über einen Fond zu finanzieren.
  • Blumenbüro Holland und CMA könnten die Initiative mit manpower und finanziell unterstützen.


Dieses Konzept wird vielen Marktmitspielern im Moment vorgestellt. Es wäre wünschenswert, wenn im Frühjahr eine Entscheidung über das wie und überhaupt fällt. Unabdingbar ist ein moderierter Workshop, der die Ziele für die Mitträger formuliert. Wichtig ist es, das alle an einem Strang ziehen, damit wir die Hydrokultur als gut funktionierendes Langzeitbewässerungssystem beim Endverbraucher neu positionieren können. Schön wäre es, wenn ich viele Reaktionen von Anwendern, Liebhabern und Händlern zu diesem Thema bekommen würde.

Hydrokultur - das Original; Wenn schon - denn schon!
(SH)
(18.11.2005)
(09.10.2006)
(11.05.2013)

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