Nach Jahrzehnten erstmals ein neues Hydrokulturgefäß für den Fachhandel - Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V.

Nach Jahrzehnten erstmals ein neues Hydrokulturgefäß für den Fachhandel

© Gerhard Zemp

Nach Jahrzehnten wird erstmals ein neues "Hydrokulturgefäss" für den Fachhandel entwickelt durch das Architekturbüro "aplantis" aus Bern. Gerhard Zemp, "Botschafter der deutschen Hydrokultur", suchte seit Jahren vergeblich nach nachhaltigen, innovativen Gefässen für die Innenraumbegrünung.

Schliesslich beschloss er selber eine neue Gefässfamilie zu entwickeln. Die Suche nach einem Vertriebspartner gelang mit Interhydro LUWASA, dem eigentlichen "Pionier des Hydrokultursystems". Erstmals wurde das Gefäss am Designer Saturday 2018 vorgestellt. In den Handel wird es Ende 2020/Anfang 2021 kommen.

Luwasa CONNECT – die konsequente Weiterentwicklung der klassischen Vase
Das Konzept Luwasa "CONNECT" entsteht aus der Idee heraus, die oft eingesetzte klassische Vase in ihre Einzelteile zu zerlegen und flexibel zusammenzusetzen. Die Einzelelemente eröffnen so vielfältige Kombinationsmöglichkeiten aus Formen und Materialien. Das modulare Prinzip folgt der Voraussetzung den Lebens- und Arbeitsraum über die Zeit und den sich wandelnden Trends sowie Anforderungen anpassen zu können.

Bei der Recherche entdeckte "aplantis", dass die ursprünglichen "Hydrokultur-Gefässe" auf dem Markt den gleichen Prinzipien folgten: Einfache geometrische Formen, das Prinzip der Stapelung, einfache unverfälschte Materialien: Faserzement, Keramik, Metall.

Drei geometrische Grundkörper, Zylinder, Kegel und Scheibe, werden immer wieder neu zusammengefügt und gestapelt, so dass unzählige verschiedene Volumen und Silhouetten entstehen.

Durch die Verwendung der nachhaltigen Materialien wie Faserzement, Metall und Keramik, die auch untereinander kombiniert werden können, ermöglicht dies dem Raumbegrüner individuelle Gestaltungen im Projekt vorzunehmen.

Die Gefässfamilieist umweltfreundlich und aus erneuerbaren Materialien in nachhaltiger Produktion gefertigt. Die Gefässe werden in Handarbeit geformt und mit minimalem, ökologischem Fussabdruck im EU-Raum hergestellt.

Mit dem Vertriebspartner Luwasa ist es "aplantis" gelungen einen Pionier des Systems Hydrokultur neu für Weiterentwicklung der ursprünglichen Designkultur der "Hydrokultur" zu begeistern.

Luwasa ist ein Inbegriff für das System "Hydrokultur". Die Erfindung der "Hydrokultur" nimmt vor 60 Jahren in Bern ihren Anfang mit Experimenten von Gerhard Baumann. Das Konzept Pflanzen einzig in Wasser, Nährstoffen und einem Substrat aus Blähton zu kultivieren, war revolutionär. Der aus der Distanz sichtbare Wasserstand bleibt bis heute ein unverkennbares Merkmal dieses erfolgreichen Systems.

Designgeschichte: Pflanzengefässe vergessene DesignklassikerDie Luwasa-Gefässe waren Pioniere und oft kopiertes Original in der Raumbegrünung. In den 60er Jahren in Bern gegründet, eroberten die Luwasa Gefäße mit dem System der "Hydrokultur" die europäischen und amerikanischen Grossraumbüros.

In den Ursprungsjahren der Raumbegrünung erwuchs eine enge Zusammenarbeit mit bekannten Designern und Architekten wie Bruno Rey, Rainer Schell und Luigi Colani.  Daraus entwickelten sich zahlreiche Designklassiker. Als Zeugen der Geschichte stehen im Luwasa-Archiv heute über 100 eigene Formen und Original-Zeichnungen dieser Designer.

Mut und Innovation sind damals wie heute Kern der Entwicklung von hochwertigen und zeitlos gestalteten Pflanzengefässen für mehr "Natürlichkeit im Raum".

Connect - Gestaltung: "APLANTIS"
"aplantis" ist ein aufstrebendes Berner Architektur- und Design Studio. Das 2015 von erfahrenen Architekten, einem Gartenbauingenieur und einem Ökonomen gegründet, entwerfen sie innovative Grünsphären an oder in Objekten internationaler Auftraggeber. Der konsequente Fokus auf Begrünung innerhalb der Domäne Architektur & Design ist einzigartig.

Ihren zahlreichen Werken wohnt - über die Erschaffung eines Abbilds der Natur hinaus - stets der Anspruch inne, den natürlichen Zauber eines Lebensraums einzufangen und spürbar zu machen. Die Entwürfe wirken stets urwüchsig und lebendig.

Bemerkenswerte Projekte sind die Renovation der "Frankfurter Skygärten" in Norman Fosters "Commerzbank Tower", die Begrünungsentwürfe für den Hauptsitz von Swiss RE (Zürich), Merck (Darmstadt) und Vodafone Deutschland (Düsseldorf) oder die Zusammenarbeit mit USM und Eternit. 

© Gerhard Zemp, "Botschafter der deutschen Hydrokultur"

 

In der nächsten Ausgabe wird Gerhard Zemp, "aplantis" die Entwicklung eines neuen Hydrokultur-Tischgefässes vorstellen.

(16.08.2020)

Update: 2020-08-17 10:10:19