GRUSSWORT DER FAMILIE — Günter Gregg-Preis 2019 - Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V.

GRUSSWORT DER FAMILIE — Günter Gregg-Preis 2019

© Marlis Gregg Preisverleihung 21.09.2019 in Soest an "die urbanisten", Dortmund für "Urbane Landwirtschaft mit Hydrokultur und Aquaponik"

"Wovon das Herz voll ist, da läuft der Mund von über".

So beschreibt es der Volksmund, wenn Menschen etwas mit Leidenschaft und Überzeugung tun. So beschreiben wir Menschen mit Pioniergeist und Visionen!

Pioniergeist und Visionen
Pioniergeist und Visionen, das haben Günter Gregg und "die urbanisten" eindeutig gemeinsam. Günter Gregg war bei der Entwicklung des "Hydrokultur-Systems" von Visionen geleitet, die – auch durch die Arbeit "der urbanisten" – hier und heute wahr werden können.

Eine davon lautet: Mit "Hydrokultur" können versiegelte Flächen in der Stadt zu grünen Pflanzflächen werden. Mit Entwicklung der "Hydrokultur" hat Günter Gregg sein wichtigstes Ziel erreicht: Er hat die Pflanzenhaltung in Gefäßen einfach und sicher gemacht. Und mobil!

Auf Hausdächern und Parkhäusern, auf Wegen und Plätzen, oberhalb von Tiefgaragen … überall bilden sich Becken – mögliche Pflanzbecken für lebende und atmende Pflanzen in "Hydrokultur"!

Wie Sie wissen, hat er unermüdlich davon gesprochen, immer und überall; ebenso tun es "die Urbanisten". Sie veranstalten Führungen und Workshops für Bürger und Interessengruppen; engagieren sich als Aussteller oder Referenten, vernetzen sich in alle Richtungen und betreiben ein ständig wachsendes Netzwerk hochinteressanter Partner – von den Nachbarn bis hin zur internationalen Hochschule.

Stadtnahe Landwirtschaft mit Hydrokultur

Einer davon ist Rolf Morgenstern, heute unser Gastgeber am Soester Standort der Fachhochschule Südwestfalen, vielen Dank dafür! Ihn durften wir eben in seinem Fachbereich mitten in den Versuchsanlagen zum Thema "Stadtnahe Landwirtschaft mit Hydrokultur" erleben.

Machen Sie es sich bewusst: Hier und heute sind wir Zeitzeugen, wie unser Wissen und Können wissenschaftlich aufbereitet, dokumentiert und mit den aktuellen Fragestellungen stetig erweitert und vorangetrieben wird. Das erfüllt uns als Familie von Günter Gregg mit großer Spannung, wie es weitergeht – und auch ein wenig mit Stolz, zu sehen, was aus den Ursprüngen und Anfängen erwachsen ist.

Als ich "die Urbanisten" zum ersten Mal traf, waren sie ein dynamischer, junger Haufen ohne Schwellenängste, dafür mit jeder Menge Ideen. Meine Agentur PURE hatte gerade die Ausschreibung der Stadt Dortmund zum Stadtteil-Marketing für das Dortmunder Unionviertel gewonnen und wir positionierten das damalige Stadtumbaugebiet genauso: jung, kreativ, mit Freiraum für Ideen – "Hier kannst Du Dich niederlassen"!

"Die Urbanisten" haben diese Freiräume genutzt, mit (pflanzlichem) Leben gefüllt und mit ihren sympathischen, in die Zukunft gerichteten Projekten schnell große Aufmerksamkeit geweckt. Das Grundprinzip in ihrem "Aquaponic-Projekt" ist das gleiche wie damals in Günter Greggs Gewächshäusern:

Weitgehend ohne Belastung der Umwelt werden in einem geschlossenen Kreislauf Pflanzen in Blähton auf versiegelten Flächen gezogen, das Wasser verbleibt effizient in seinem Kreislauf.

Frontrunner: Internationale Vorreiter
Genau so wird ab 2020 in Kooperation mit der Stadt Dortmund und weiteren Partnern ein "bürgergetragenes Reallabor" entstehen: Zum wissenschaftlichen Vergleich werden zwei 350 qm große Gewächshäuser parallel betrieben – das eine mit Gemüse-Produktion für die örtliche Gastronomie, das andere mit Mietflächen für Bürger, vergleichbar mit dem Konzept der "Ackerhelden", aber hier unter Glas.

"Die Urbanisten" werden damit internationale Vorreiter und "Frontrunner" (mein neues Lieblingswort) – und zwar innerhalb des Foschungsprojekts "proGIreg"; neben Dortmund starten Turin und Zagreb ähnliche Projekte. Beteiligt sind 6 Universitäten, 7 weitere Kommunen, 8 kleine und mittlere Unternehmen sowie 7 Nichtregierungsorganisationen (NGO). Der Aachener RWTH-Lehrstuhl koordiniert das Vorhaben, die EU fördert es mit mehr als zehn Millionen Euro. 2027 kann das Projekt zudem auch noch Teil der IGA-Fläche und damit zehntausenden von Besuchern zugänglich werden.

Welche Dimension, welche Verbreitung von Wissen, Können und Ideen!

Der Beifall von Günter Gregg würde Ihnen sicher sein, und unser Beifall ist es per se!
Herzlichen Glückwunsch!
Marlis Gregg (sprach als Tochter im Namen der Familie von Günter Gregg)

Update: 2019-12-04 14:35:09