(1) Nachruf auf Detlef Hutzel - Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V.
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(1) Nachruf auf Detlef Hutzel

"Ein Tag ohne Hydrokultur ist ein verlorener Tag"!

"Ein Tag ohne Hydrokultur ist ein verlorener Tag"!

So oder zumindest so ähnlich lautete das Lebensmotto des überaus herzlichen und humorvollen Familienmenschen Detlef Hutzel.  

Ein großer Freund und Förderer der Hydrokultur hat uns am 26. Juni 2018, im Alter von nur 72 Jahren, leider viel zu früh verlassen. Mit diesem Nachruf möchte die DGHK ihr aufrichtiges Beileid der Familie Hutzel aussprechen und gleichzeitig die Gelegenheit nutzen, einen großartigen Menschen und Pionier der deutschen Hydrokultur zu ehren.

Durch den elterlichen Betrieb, eine Gärtnerei die im Jahr 1930 gegründet wurde, ist Detlef Hutzel bereits seit frühester Jugend mit den verschiedensten Pflanzen in Berührung gekommen und geprägt worden. Was er damals aber noch nicht erahnen konnte war, dass diese "grüne" Passion ihn dann sein ganzes Leben lang begleiten würde.

Mit seinem Schulabschluss in der Tasche startete Detlef Hutzel seine berufliche Laufbahn mit einer dreijährigen Lehre, die er dann mit der Prüfung zum Gärtner abschloss. Die anschließenden Gesellenjahre nutzte der ehrgeizige und mit einem ausgeprägten Willen versehene junge Detlef Hutzel, um sich dann Schritt für Schritt sein breit gefächertes Fachwissen anzueignen. Bereits sehr frühzeitig erkannte er die enormen Vorteile, die eine Begrünung durch Hydrokultur mit sich führt. Und wie sollte es auch anders sein, folgte der Besuch der Meisterschule, die er dann 1972 mit der Verleihung des Meisterbriefes erfolgreich beendete.

Im Folgejahr 1973 wurde dann die Entscheidung getroffen, in die frühere bischöfliche Residenzstadt Bad Iburg umzuziehen. Mit viel gärtnerischem und natürlich auch kaufmännischem Geschick wurde 1979 die "Hutzel Hydrokulturen GmbH" gegründet. Bis zum heutigen Tag ist sowohl das Leben der Familie Hutzel wie auch der Firmensitz fest mit dem Standort Bad Iburg verwurzelt.

In den nachfolgenden Jahren gab es natürlich noch weitere markante Stationen in der Vita von Detlef Hutzel. Unter anderem war er Kreisgärtnermeister und hat 1985 als Preisrichter bei der BUGA, Bundesgartenschau, in Berlin gewirkt. Es verging quasi keine Landesgartenschau, LAGA / LGS, und Bundesgartenschau, BUGA, in der er nicht in irgendeiner Form mit involviert war. Trotz angeschlagener Gesundheit hat sich Detlef Hutzel bis zuletzt und mit all seiner Kraft für die Umsetzung der Landesgartenschau 2018 in Bad Iburg eingesetzt und gefördert.

Er pflegte über sehr viele Jahre im "Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur", FvRH im ZVG, sowie der "Deutschen Gesellschaft für Hydrokultur e. V.", DGHK, sein Netzwerk zu vielen namenhaften Weggefährten, Geschäftspartnern und Freunden. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass Detlef Hutzel stets ein markanter Vorreiter für die deutsche Hydrokultur war und dieses Thema Zeit seines Lebens an den unterschiedlichsten Stellen publik gemacht hat.

Mit der Übergabe des Unternehmens in die Hände der dritten Generation, im Jahr 2000 an seinen Sohn Frank Hutzel wurden die Weichen für die "Hutzel Hydrokulturen GmbH" in das neue Jahrtausend gestellt. Nun konnte sich der Unternehmer, Ehemann, Vater und Großvater etwas mehr seinen zahlreichen Ehrenämtern und Hobbys widmen.

Wir halten die Erinnerungen an Detlef Hutzel in Ehren und wünschen seiner Familie alles Gute.
Ah Kee Beyer Clausen (CN-Consult)
©Ah Kee Beyer Clausen 

(05.12.2018)

Update: 2018-12-10 10:54:54