Übertöpfe für die Hydrokultur

Übertöpfe für die Hydrokultur

© Hydrotip
09.07.2013

Schön sollen sie sein die notwendigen Übertöpfe. Aber auch das ist relativ, denn die Geschmäcker sind ja verschieden. Viel wichtiger bei den Übertöpfen (Gefäßen) ist aber die Zweckmäßigkeit!
Der Werkstoff aus dem sie gefertigt sind muß in erster Linie lebensmittelecht und chemisch neutral sein.
D.h.: durch die darin enthaltene/gestaute Nährlösung darf keine chemische Reaktion ausgelöst werden. Solch eine Reaktion würde den Pflanzen schaden. Kunststoffgefäße sind fast immer lebensmittelecht solange sie innen nicht lackiert sind.

Bei Keramikgefäßen ist darauf zu achten, daß diese "wasserdicht" sind. Lachen Sie nicht, aber es gibt Keramiktöpfe, bei denen das Wasser (Nährlösung) durchsickert, weil die Glasur rissig wird. Hier handelt es sich um Billigprodukte (meist Importe), die mit Temperaturen unter 900° C gebrannt wurden. Diese sind keinesfalls geeignet. Qualität erfordert eine hohe Brenntemperatur für den "Scherben" und diese liegt bei 1100° C. Dadurch wird ein solcher Übertopf auch teurer.

Gefäße aus Kupfer oder Messing können nur verwendet werden, wenn die Pflanze darin in einem separaten Kunststofftopf steht. Auskleiden mit einer starken Kunststoffolie (Teichfolie) ist möglich. Bootslack kann auch verwendet werden. Dieser muß aber immer wieder erneuert werden, da er maximal 2 Jahre hält.

Edelstahl 18/10 ist geeignet. Glas kann verwendet werden, wenn es lichtundurchlässig ist. Es können sonst Algen wachsen, die das Pflanzewachstum nicht unbedingt förden, da sie ja auch der Nährlösung Sauerstoff und Nährstoffe entnehmen, was aber im Grunde für die Hydrokulturpflanze völlig unproblematisch ist.

Neben dem Material ist die "optimale Form" ein sehr wichtiger Punkt. Optimal heißt, daß neben dem Kulturtopf mit der Pflanze ein ausreichender Nährlösungsvorrat Platz findet und Raum für Wurzeln ist. Wenn dieser Vorrat zu knapp bemessen ist, habe ich auch keine Langzeitversorgung. Letztendlich sollen die Maße des Übertopf passend sein zum Kulturtopf (Einsatz) in dem die Pflanze steht. Die Pflanze in einem optimalen Gefäß/Übertopf dankt es mit besserem Wachstum.

Nicht alles was im Handel als Übertopf für Hydrokultur, auch von namhaften Herstellern, angeboten wird ist optimal oder gut für die Pflanzen!

Zusammengefasst werden folgende Anforderungen an das Hydrokulturgefäß gestellt:

  • wasserdicht
  • chemisch neutral
  • stabil
  • lichtundurchlässig
  • zweckmäßige Form


Bei der Auswahl bitte beachten:
Für alle Systeme gilt: Im Hydrokulturgefäß (Übertopf) befindet sich der passende Kulturtopf (Einsatz), darin das Substrat mit der Pflanze.

 

 

Vase
Ein "altes" Gefäß (Vase) aus den Anfängen der Hydrokultur im Wohnbereich. Heute ist es im Handel nicht mehr zu finden.
Hängeeinsatz Es gibt hier keinen Kulturtopf, sondern einen Hängeeinsatz.
Einfacher Zylinder
Der einfache Zylinder als Hydrokulturübertopf ist meist aus Kunststoff aber auch Keramik. Aufgrund der Bauart hat er wenig Nährlösungsvorrat. Er ist aber immer noch besser als die Töpfe, die heute im Handel angeboten werden.
Gefäß mit Kragenrosette
Mit Hilfe der Kragenrosette wird das Gefäß vergrößert, das ergibt mehr Raum für den Nährlösungsvorrat.
Durch die Kragenrosette, angebracht am Kulturtopf, kann ein größerer Übertopf verwendet werden. Durch die größere Grundfläche steht bei gleich hohem Nährlösungsstand, mehr Nährlösung zur Verfügung.
  
Bauchiges Gefäß
Solch ein bauchiges Gefäß ist meist aus Keramik. Der Raum für den Nährlösungsvorrat ist "noch" günstig. Leider sehr selten im Handel zu finden.
Aus Kunststoff gab es solche Übertöpfe für die Hydrokultur nicht.
Schlechtes Gefäß - Trapez Form 2)
Dieses Gefäß täuscht etwas vor, was aber nicht vorhanden ist, nämlich Raum. Es ist sehr ungünstig für Hydrokultur, da minimalster Nährlösungsvorrat und es findet kaum Luftaustausch statt.

 

Hydro-Tank reguliert
Hydro-Tank mit reguliertem Nährlösungsstand Der Vorratstank ist gedreht, die Nährlösung läuft aus bis sich die Öffnung des Drehtanks durch die Wasserhöhe schließt.

Leicht bauchiges Gefäß
Dieser Typ wird z.Zt. wieder häufiger angeboten. Aber er ist sehr ungünstig für die Hydrokultur, da er minimalsten Nährlösungsvorrat bietet und kaum Luftaustausch stattfindet.
Dieser Topftyp ist meist aus Keramik.
Gefäß ′Trapez′
Dieser Typ in Keramik und Kunststoff wird z.Zt. wieder häufig angeboten. (im Jahr 2008 "Vasa" und "Palma" von Leni) Dieser Übertopf ist sehr schlecht für Hydrokultur, da minimalster Nährlösungsvorrat und kaum Luftaustausch. Ebenso bietet er keinen Platz für Wurzelwachstum.

Den ausführlichen Artikel mit den detailierten Beschreibungen finden Sie unter Der passende Übertopf für die Hydrokultur


(10.07.2013)

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