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StOptimal® — Besichtigung von drei Objekten

Das "Grüne Büro" in drei Objekten im Raume München

Anlässlich eines privaten Termins in München hatten wir uns mit unserem Präsidenten Udo Stock verabredet, der uns zwei Raumbegrünungsobjekte in München und danach noch eine Raumbegrünung kurz vor Ingolstadt vorstellen wollte.

Mitten in der Münchener Innenstadt liegt ein beachtliches Autohaus eines großen deutschen Unternehmens. Hier betreut und pflegt StOptimal® seit Jahren die Raumbegrünung.


Betritt man die Verkaufshalle, läuft man verständlicher Weise auf die Ausstellungsobjekte zu und erst auf den zweiten Blick bemerkt man in allen Raumecken Pflanzkübel.

Solch eine Präsentations- und Verkaufshalle wird zweckgebunden von den riesigen Schaufenstern bestimmt; aber verursacht durch die Ausstellungstücke, PKW`s, sind die Pflanzkübelstandorte auch hier mindestes 10 m von den Fenstern, der einzigen Lichtquelle, entfernt.
All diese Pflanzen waren in einem außergewöhnlich gesunden Zustand, und zu allem Überfluss, alle Pflanzen mehr als 6 (sechs) Jahre alt. Alle Pflanzen zeigten neue Austriebe, so dass wir schon nach den ersten drei Schauräumen zu einem grundlegenden Diskussionspunkt fanden, der uns den ganzen Vormittag begleiten sollte: "Pflanzen und Licht"!

"Das Pflanzenwachstum wird von zahlreichen Faktoren bestimmt, die sich gegenseitig beeinflussen; so z.B. die Bodenzusammensetzung, die Nährstoffe, die Boden- und Luftfeuchte, die Temperatur und das Licht. Von Oktober bis in den März hinein ist jedoch das Licht für die meisten Pflanzen der wichtigste Wachstumsfaktor."

So beginnt ein Artikel, den wir 2009 veröffentlicht haben; in diesem Artikel ist auch ein Schaubild abgebildet in dem steht, dass in einer Entfernung von 2 m vom Fenster die Lichtmenge nur noch 10% beträgt und Pflanzenwachstum nur noch mit Zusatzlicht möglich ist!
Diese Kentia - Palme reicht bis zur Decke, wahrscheinlich 3m hoch, ca. 10 Jahre alt und steht mindestens 6 m vom Schaufenster entfernt in einem Kunden – Warteraum!
Wenn wir uns diese Pflanzen anschauen, dann kommt uns spontan nur der Gedanke, dass auf dem Sektor -Pflanzenwachstum und Licht- noch viele Fragen offen sind und der dringenden wissenschaftlichen Klärung bedürfen.

Dass Licht einen sehr differenzierten Einfluss auf das Pflanzenwachstum hat, zeigt ja auch die Wand - Tapete in dem Besprechungsraum: Üppig bewachsene Berghänge bei voller Sonnenbestrahlung!

Unser nächstes Ziel, die Großraumbüros einer namhaften Bank, auch direkt in der Münchener Innenstadt!
nach beleiben)Wir haben drei oder vier Büro - Etagen besichtigt, und ich muss ehrlichen Herzens sagen: Bis zu diesem Tage hatte ich geglaubt, dass das "Grüne Büro" nur etwas für Prospekte und Hochglanz - Broschüren sei.

Natürlich haben wir die BMW - Studie: "Ich glaube, ich sitz im Wald", von Christiane Grefe, in der Wochenzeitung DIE ZEIT, Nr. 51 vom 12. Dezember 2002 und auch eine nachfolgende Untersuchung der Universität Würzburg über die wirtschaftlichen Aspekte so eines "Grünen Büros" aufmerksam und interessiert gelesen! Die Ergebnisse dieser Studie haben wir fest in unserem Grundlagenwissen verankert; aber so ein "Grünes Büro" dann in der Realität zu sehen, ist schon etwas ganz Besonderes!

Schwerpunktmäßig stehen auch hier wieder die Pflanzen in den Raumbereichen, in denen sie eigentlich nur mit Zusatzlicht überleben dürften!
Aber weit gefehlt, man sieht sogar deutlich auf dem Foto, dass die Bürofenster noch mit Jalousien beschattet werden; und auch hier wieder, fast jede Pflanze, ob im Kübel oder als Tischgefäß, mit Neuaustrieb. Diese Raumbegrünung wird von den Mitarbeitern gewünscht und angenommen, man sieht es an dem Fähnchen in dem Ficus - Kübel.

Interessant war eine Schefflera arboticola, die mindestens 6 m vom Fenster entfernt, an einer Säule im Gang stand und peu à peu vergrünt.

Nun, zum Überleben benötigt die Pflanze Chlorophyll und unter den schwierigen Bedingungen, baut sie eben zum Leben/ Überleben mehr grünes Blattwerk auf. Wenn man sie, so der Kommentar, für eine angemessene Zeit z.B. wieder ans Fenster setzt, bildet sich die eigentliche Blattzeichnung wieder aus.
Diese Raumbegrünungsobjekte können Sie sich anzehen, wenn Sie StOptimal® - Drei Raumbegrünungen in München und Umgebnung anklicken.

In der BMW - Studie wurde nachgewiesen, dass durch eine optimale Raumbegrünung die Luftfeuchtigkeit der Büros optimiert wird und so auf eine mechanische Befeuchtung der zugeführten Luft über die Lüftungsanlage verzichten werden kann. Dabei muss man bedenken, dass dadurch pro Tag ca. 1m³ verdampftes Wasser eingespart wird, das bedeutet auch gleichzeitig die Ersparnis von wertvollen Ressourcen!

Unser drittes Ziel war dann Schloss Hohenkammer. Das Schloss und die Villa Baroness sind seit 2003 im Besitz der Münchener Rück, die durch die neu gegründete Akademie Schloss Hohenkammer ebenfalls ein Schulungszentrum betreibt.

Wir betraten die Einrichtung durch den Bereich der Gästezimmer. Hier sind in den Fluren kleine Sitzgruppen mit vier bis fünf Sesseln angeordnet. Um diesen Ruhezonen die "Verweile doch, es ist so schön und entspanne dich" - Atmosphäre zu verleihen, sind dort bepflanze Gefäße aufgestellt, die alle um die 2 m hoch sind.

Das Besondere an fast allen Gefäßen in dieser Einrichtung ist das besondere Kultursystem:

Semi- Hydrokultur! (Halb – Hydrokultur!)
In unserer Satzung steht als Vereinszweck in § 2a: "Sammlung und Auswertung wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen, die mit der Kultur erdeloser Pflanzen verknüpft sind."
In allen Veröffentlichungen über die "Kultur erdeloser Pflanzen", wird beim Original Hydrokultur – System auf die wichtige Dreigliedrigkeit hingewiesen: im unteren Drittel die Stauzone der Nährlösung, im darüber liegenden Drittel die Zone mit hoch gespannter (feuchter) Luft und im oberen Drittel die Trockenzone.


Nur wenn diese drei klassischen Zonen in einem Kultur - System eingehalten werden, wird das erreicht, das die Hydrokultur so besonders auszeichnet:

"Frohwüchsige Pflanzen", so hat es unser Ehrenpräsident Günter Gregg immer gesagt! Nur so lassen sich Zier - Pflanzen in der Raumbegrünung über Jahrzehnte problemlos kultivieren.
Diese Pflanzen können Sie sich in der Galerie Erdkultur - Langzeitsystem ansehen

Hinter Semi / Halb- Hydrokultur verbirgt sich nun eine Kulturmethode, in der eine in Erde kultivierte Pflanze so in ein Hydrokultur- System eingetopft wird, das die Grundbedingungen der 3 Zonen immer korrekt erfüllt. Der Erdballen muss in einem anorganischen Vlies so perfekt eingewickelt werden, dass ein Eindringen organischen Substrates in die Nährlösung, auch durch Einspülen mit dem Gießwasser, vollkommen unmöglich und das obere Drittel, die Trockenzone, genau so stringent eingehalten wird.

Wenn diese Bedingungen erfüllt werden, dann gedeihen auch Bäume, die teilweise bis 3 m groß sind und neu austreiben. Die komplette Fotodokumentation wird auf der Internetseite eingestellt.
Da uns dieses Kulturverfahren sehr beeindruckt hat und wir von der Zuverlässig- und Langlebigkeit auch überzeugt sind, haben wir Udo Stock gebeten, die Erdkultur-Langzeit-System nach Udo Stock in einem Artikel detailliert vorzustellen, der aber zur Zeit nur im Mitgliederbereich eingestellt ist.


(24.09.2012)

Update: 10.01.2018 14:33:45