Für Sie gelesen in der Fachpresse

Für Sie gelesen in der Fachpresse

© Dr. Heinz-Dieter Molitor
18.12.2011

In der “DEGA“ Ausgabe “Produktion und Handel“ Nr. 7 vom 22. Juli 2011 sind gleich mehrere Beiträge erschienen, die die Raumbegrünung betreffen. Im Folgenden finden Sie jeweils eine Kurzfassung mit den wichtigsten Inhalten. Die vollständigen Beiträge sind über die Literaturdatenbank abrufbar.

Hydrokultur und Raumbegrünung wohin?
Die Fortschritte sind bei der Hydrokultur und Innenraumbegrünung in den vergangenen 40 Jahren nicht riesig gewesen. Dies ist die wesentliche Kernaussage eines Vortrags anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung des Fachverbandes Hydrokultur und Raumbegrünung von Gerhard Zemp. Herr Zemp ist Innenraumbegrüner der Firma Hydroplant in Zürich und ist von der Hydrokultur überzeugt.
Gleichwohl bemängelt er, dass das System nicht wirklich weiterentwickelt wurde. In seinem Vortrag fordert er mehr Mut zu neuen Wegen und die Dinge infrage zu stellen und führt dazu einige Beispiele an.

Anmerkung:
Die DGHK fordert seit vielen Jahren eine Weiterentwicklung des Hydrokultursystems und hat auf die Schwachstellen in etlichen Publikationen und Messebeiträgen hingewiesen. Die Bereitschaft zur Veränderung war in der Hydrobranche allerdings vergleichsweise gering. Aktuell ist allerdings et was Bewegung in die Standardisierung von Wasserstandsanzeigern und die Verbesserung der Kulturtöpfe gekommen.
Killgus, Chr. (2011): Hydrokultur und Raumbegrünung wohin? - DEGA Produktion und Handel 65(7); Seite 7

Grüner und motivierter mit Pflanzen
Eine Konferenz in Mailand beschäftigte sich im vergangenen Jahr mit der Möglichkeit von Pflanzen zur Verbesserung der Umwelt. In einem vorgestellten Projekt werden Pflanzen und deren Abbauleistung bezüglich Luftschadstoffen in einer Datenbank erfasst. Alle Pflanzen sollen dabei zur Vermeidung unerwünschter Wechselwirkungen in Hydrokultur kultiviert werden. Studien aus Georgia/USA zeigen, dass auch Pflanzen geringe Mengen an flüchtigen organischen Verbindungen an die Atmosphäre abgeben können. Weitere Quellen sind Mikroorganismen, Pf lanzenschutzmittel und Gefäße. Dennoch überwiegt der positive Effekt bei weitem. Neben den bereits in der bekannten NASA - Studie aufgelisteten Pf lanzenarten haben sich inzwischen weitere als geeignet zum Schadstoffabbau erwiesen: Nephrolepis, Athyrium, Anthurium, Schefflera, Zamioculcas, Beaucarnea und Tillandsia.
Die Firma Hamiplant präsentierte in diesem Zusammenhang das “Air So Pure“ Pflanzensortiment. Bend, E. (2011): Gesünder und motivierter mit Pflanzen. - DEGA Produktion und Handel 65(7); Seite 56-57

Lebende Bilder mit Orchideen
Lebende Bilder aus Pflanzen sind eine interessante Gestaltungsform in der Raumbegrünung. In München wurden im Rahmen einer Vernissage solche Bepflanzungen des Orchideengärtners Günther Demmel präsentiert. Die Bepflanzung erfolgt in einem Rahmen aus Edelstahl und eingelassener Steinwollmatte. Neben Orchideen kommen als Unterpflanzung Haft- und Flachwurzler aus den Tropen in Betracht.
Als geeignet haben sich beispielsweise Pilea und diverse Farne erwiesen. Die Bilder gibt es in verschiedenen Größen und zwar für vertikale und für horizontale Aufstellung.
Strupf, E. (2011): Lebende Bilder mit Orchideen. - DEGA Produktion und Handel 65(7); Seiten 72-73

(18.12.2011)
(05.02.2013)

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