Die Geheimwaffe auf der Fensterbank

Die Geheimwaffe auf der Fensterbank

© Marlis Gregg
22.07.2011
Prima Klima: Wie Pflanzen für Sie arbeiten
85% unserer Zeit verbringen wir heute in Innenräumen, bei künstlichem Licht und ungesunder Luft. Heizung und Klimaanlage belasten uns dabei ebenso wie die Geräuschkulisse und der Elektrosmog, die uns ständig umgeben. Das geht nicht nur auf die Psyche – Natur im Raum hebt Stimmung, Leistung und Motivation nachweislich an –, sondern trifft uns auch körperlich: "In Büros, die mit lebenden Pflanzen begrünt sind, sinkt die Zahl der Krankmeldungen um bis zu 40 Prozent", konstatiert Markus Gregg, Experte für Raumbegrünung aus Nordkirchen.

Die Klimaregelung durch Grünpflanzen stellt demnach die modernste, menschenfreundlichste, gesündeste und zukunftsträchtigste Art der Klimaführung dar. "Obendrein ist sie wesentlich preiswerter als die herkömmliche technische Art der Luftbefeuchtung, die ggf. noch zur Verbreitung von Krankheitskeimen beitragen kann", so der Fachmann.

Professionell geplant, können Pflanzen sogar eine Klimaanlage ersetzen, sind dabei preiswert und frei von Nebenwirkungen.
Bei "Gärtner Gregg" nutzt man die ebenso einfachen wie wirkungsvollen Mechanismen der Natur und schafft bioaktiv ein "prima Klima":
  • Gestaltung einer naturähnlicheren Umwelt
  • Zunahme des allgemeinen Wohlgefühls durch die Nähe und die Wahrnehmung von Pflanzen
  • Gesunderhaltung am Arbeitsplatz: Fürsorge des Arbeitgebers für die Arbeitnehmer
  • Zusätzlich werden dadurch die EU-Richtlinien "Bildschirmarbeitsplatz" erfüllt (EU-BildscharbV).
  • Luftqualität und Luftfeuchtigkeit werden durch die lebenden Pflanzen messbar verbessert.


"Geruch und Akustik werden durch Pflanzen im Raum deutlich verbessert", erklärt Markus Gregg. "Zudem reinigt ihre besondere Blatt- und Wurzelatmung die Luft durch die Absorption von Formaldehyd, Benzolen und anderen Schadstoffen. Bioaktiv steigern sie die Luftfeuchtigkeit, die in vielen Räumen deutlich zu niedrig ist, und dämmen so Kopfschmerz und Erkältungskrankheiten ein, die typischen Auswirkungen von trockener Raumluft."

Forschungsergebnisse aus aller Herren Länder belegen übereinstimmend, dass Pflanzen Luftschadstoffe abbauen, durch die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit die Raumluft verbessern, die Staubbelastung verringern, Schall dämmend wirken und Räume ohne Einsatz technischer Mittel perfekt klimatisieren können. Der Wohlfühlbonus, den wir sonst nur noch aus dem Park kennen, stellt sich auch im Büro und Zuhause ein: Der Blick ins Grüne weckt neue Energien.

Der SPIEGEL: "Zimmerpflanzen machen schlau"
Und mehr noch: "Zimmerpflanzen machen schlau", wie jetzt der SPIEGEL in seiner Ausgabe 12/2011 meldete: "Das eigene Büro neu zu dekorieren könnte helfen, besser zu arbeiten"! Zitiert wird die neueste Studie norwegischer Wissenschaftler, die bei der Arbeit mit Studenten herausfanden: Begrünte Arbeitsplätze erhöhen die Erinnerungs- und Konzentrationsfähigkeit, der Blick ins Grüne motiviert und mindert Stressgefühle. Vom Arbeiten im Grünen profitiere auch die Physis: Es senke den Blutdruck, mindere Stress und löse gute Gefühle aus.

So entscheiden sich immer mehr Krankenhäuser für große Gruppen lebender Pflanzen in der Empfangshalle – gerade dort wird ihre entspannende und Stress-reduzierende Wirkung dringend gebraucht.
Mit Pflanzen: Schön und erfolgreich

Auch in Einkaufs-Malls und Sitzungszimmern ist die lebende Pflanze gut fürs Geschäft. So wurde in begrünten Ladenlokalen ein deutlich höherer Umsatz nachgewiesen. Und "grüne Sitzungszimmer" punkten gegenüber ihren pflanzenlosen Kollegen klar mit mehr positiven Geschäftsabschlüssen.
In der Außenwirkung wird die Bepflanzung zur Visitenkarte; sie schafft ein gepflegtes, anspruchsvolles Ambiente. "Die Raumbegrünung bietet mannigfache gestalterische Möglichkeiten", erläutert Markus Gregg. "Gerade wenn keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden sollen, ist die Begrünung eine preisgünstige Alternative zur Aufwertung von Räumlichkeiten"
.
Wie die Profis vorgehen:

  • Analyse der raumklimatischen Bedingungen
  • Ermittlung von Problem-Ursachen
  • Vorschläge für Lösungen in Klimaführung und Raumstrukturierung
  • Ermittlung von Pflanzenmengen und -arten in Zusammenhang mit den Raumgrößen und -anordnungen, vorhandener Lichtmenge, Luftwechsel und Anzahl der Mitarbeiter
  • Entwurf und Kalkulation von pflanzenbaulichen sowie lichttechnischen Vorschlägen zur Verbesserung des Gesamt-Raumklimas.

Gärtner Gregg
Markus Gregg ist Vorstandsmitglied des Fachverbands Raumbegrünung und Hydrokultur (FvRH) im Zentralverband Gartenbau (ZVG), ist im Fachgremium Innenraumbegrünung der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) und vertritt Deutschland in der European Interior Landscapers Organisation (EILO).

(22.07.2011)

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