Eindrücke - Erinnerungen - Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V.
Crassula ovata (Mill.) Druce

Eindrücke - Erinnerungen

© Jochen Euler Mitgliederversammlung der DEG 2009 - Tag eins und zwei

Dieter Sachs, Mitglied der Deutschen Efeu-Gesellschaft, hatte zu einem sehr eindrucksvollen Programm anlässlich der Mitgliederversammlung 2009 in die Region Dresden eingeladen.

Solch eine kulturträchtige Region lädt zum Verweilen ein und so haben viele Teilnehmer der Veranstaltung mindestens ein "verlängertes Wochenende" mit eingeplant.

Der Freitag-Vormittag stand unter der Generalüberschrift: Dresden - Kultur und Stadt.


Die Alte Gemäldegalerie war unser Hauptziel und so verbrachten wir den Tag "rund um den Zwinger".

Für mich steht der Pastell-Saal mit Jean Etienne Liotard - 1702 ... 1789 - als wichtiger Repräsentant wohl im Mittelpunkt des Rundganges. Und so soll hier ein kleiner Erinnerungseindruck in der Bildergalerie vorgestellt werden.
Das Schokoladenmädchen, Moritz von Sachsen und Christus sind drei Beispiele, die uns über Jahrzehnte in der Erinnerung begleitet haben und uns diese Reise besonders wertvoll gemacht haben.


Als wir vor 34 Jahren unter diametral unterschidlichen Voraussetzungen im "Italienischen Dörfchen" eingekehrt sind, leuchteten die Farben noch nicht so golden und frisch wie heute; aber das Zitat: "Doch besser dünkt doch allen, was vergangen ist!" wurde hier ins Gegenteil verwandelt, auch wenn wir bei unserem Rundgang immer wieder auf Situationen gestoßen sind, in denen wir uns sehr eindringlich gefragt haben, ob und wie Restaurierungen möglich und sinnvoll sind.


Der zweite Tag war nun den fachspezifischen Besichtigungen vorbehalten. Als Blumen- und Pflanzenliebhaber sind solche Besichtigungs-Arrangements, besonders, wenn sie noch unter so sachkundiger Führung stattfinden, wie durch Herrn Klaus Jentsch in Dresden oder Herrn Matthias Riedel in Zuschendorf, von besonderer Bedeutung und damit alle geplanten Zeiten viel zu kurz.

Unsere erste Station war der Botanische Garten in Dresden. Mein Begleiter war Herbert Mosel von Hydrotip und unter solch fachkundiger Begleitung standen natürlich die Gewächshäuser mit all ihren Besonderheiten auf dem Plan. Thema: welche Pflanze eignet sich wohl noch für den Pflanzenliebhaber in der privaten Kultur.
Eine kleine Auswahl ist in der Galerie Dresden - Botanischer Garten zusammen gestellt.


Von besonderem Reiz war die Staudenspezialgärtnerei Jentsch!
"Über 2500 Arten & Sorten: Stauden, Gehölze, Farne, Alpine, Wasserpflanzen, Blumenzwiebeln, Gräserund Beet- & Balkonpflanzen", so heißt es im Internet und genau so haben wir es auch erlebt.
"Schade, dass ich kein Auto mit dabei habe, denn hier hätte ich noch das gefunden, um in meinem Garten die letzten Lücken mit Raritäten zu füllen!"
Dieser Kommentar sagt genau das aus, was mit den Fotos versucht wurde, wiederzugeben.

Unsere dritte Station führte uns nach Pirna - Landschloss Zuschendorf!
Zur Kamelienblüte war es natürlich zu spät, aber dafür wurde uns die wohl wichtigste Hortensien-Sammlung - Ausstellung präsentiert, die Deutschland zu bieten hat.
"Von den auf 1500 qm Glashausfläche ausgestellten 250 Kameliensorten stammen 100 aus dem bereits 1813 gegründeten ersten Spezialbetrieb des deutschen Zierpflanzenbaus der Seidelschen Gärtnerei."


Unsere Spezialführung, durch den Leiter der Einrichtung Herrn Matthias Riedel, war natürlich auf die Efeu-Sammlung ausgerichtet.
"Die Verbindung stellt sich hier über die Botanik und die Arbeit von Prof. Dr. phil. habil. Friedrich Tobler her.

Er schrieb bedeutende und heute nach wie vor aktuelle Werke zur Gattung, u.a.: 1912 "Die Gattung Hedera", 1927 "Die Gartenformen der Gattung Hedera" oder 1940 "Der Efeu - Arten und Formen".

Am 01.10.1924 übernahm er die Nachfolge von Prof. Drude als Professor für Botanik und Direktor des Botanischen Instituts und gleichzeitig als Direktor des Botanischen Gartens an der Technischen Hochschule in Dresden. Nachdem er bereits vorher im Botanischen Garten Münster eine 200 Efeusorten umfassende Sammlung anlegte, entstand in Dresden eine ebenso umfangreiche."


Heute umfasst die Sammlung ca. 250 Sorten und soll wohl auch nicht erweitert werden, denn Breslau mit seiner gut sortierten Efeu- Sammlung liegt ja in unmittelbarer Nähe.
Beachtlich und von besonderem Reiz waren die Bonsai - Efeu-Sammlung, die wohl in diesem Umfang auch einmalig in Deutschland ist.

Der 3. und 4. Tag ist unter Erinnerungen und Eindrücke abgelegt!

(01.09.2009)
(31.12.2017)

Update: 2019-02-28 10:54:57