Crassula ovata (Mill.) Druce

Mehr Lebensqualität durch lebendiges Grün

Der Begriff „Pflanzenfreund“ muß im 21. Jahrhundert neu definiert werden
„Florian der (liebenswürdige, aber immer etwas naive) Blumenfreund“ mit Sonnenhut und grüner Schürze ist out, der erfolgreiche Manager mit Pflanzeninsel und sanftem Brunnengeplätscher im durchgestylten Büro ist in.
Mega-in.
Der umweltbewusste, naturverbundene Mensch, zeitweise eher belächelt und geduldet, gewinnt heute einen völlig neuen, positiven Stellenwert. Er ist Meinungsmacher im Markt von morgen, in dem nur umweltfreundliche Produkte ihren Platz finden und behaupten.
Der Pflanzenfreund heute stützt sich nicht mehr nur auf ein vages Gefühl:
„Pflanzen sind mir sympathisch“ -und belegen: „Pflanzen verbessern das Wohnraumklima und die Lebensqualität“.
Große Unternehmen bauen ihre Bürohäuser heute mit Wintergarten-Charakter und beauftragen neben dem Architekten und Innenarchitekten gleich auch den Begrüner. Innenraumbegrünung lautet das Zauberwort, und das nicht nur in öffentlichen Gebäuden und am Arbeitsplatz, sondern zunehmend auch daheim. Die verfeinerte Lebensart, die pure Lust am Leben in großzügiger, individueller Wohnkultur mit hoher Lebensqualität gipfelt in der wachsenden Freude am Zusammensein mit lebendem Grün.
Die Innenraumbegrünung, vor ca. 50 Jahren als Idee geboren, ist jetzt nicht mehr wegzudenken. Ebenso, wie kommunale Behörden tunlichst darauf achten, Bäume und Sträucher als „grüne Lungen“ zunehmend im Stadtbild zu verteilen, erobern die Pflanzen im Innenraum einen Bereich nach dem anderen.
Den ersten Anstoß gab die „Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V.“ (DGG) schon 1957 mit ihrem Bundeswettbewerb „Grün und Blumen im Arbeitsraum“ zur Förderung des Grüns in den Betrieben. 1968 lautete das Thema „Blumen und Pflanzen im Hotel“, 1969 dann „Grün und Blumen im Altenheim“.

Mittlerweile ist aus dem wachsenden Bedürfnis nach lebendem Grün ein völlig neuer Dienstleistungsbereich für Gärtner und Floristen entstanden - der des Raumbegrüners. Er erfährt in seiner täglichen Arbeit, dass Innenraumbegrünung gar nicht mit großen Pflanzen beginnen muss, sondern dass uns bereits jedes kleine, aktive, lebende Grün in unserem Lebensumfeld positiv stimuliert.
Sie vermitteln Lebensfreude und Harmonie und stillen damit ein ständiges Bedürfnis des durch Hektik und Stress strapazierten Menschen der modernen Industrieländer. So ist dieser Mensch zum Pflanzenfreund geworden - ein Pflanzenfreund der neuen Art.

(01.08.2000)
Update: 31.07.2010 00:00:00