Rosmarinus officinalis L.

Bimskies

Bims ist ein poröses, glasiges Vulkangestein, dessen spezifisches Gewicht kleiner als das von Wasser ist. Seine Farbe kann stark variieren; Bims aus basalitecher Lava mit großen Blasen ist nahezu schwarz, mit zunehmendem Luftgehalt und abnehmender Blasengröße wird die Farbe heller, so dass auch nahezu weißer Bims möglich ist (z.B. im Norden von Lipar oder auch auf Stromboli), sowie sämtliche Zwischentöne (z.B. gelb-grau).
Bims entsteht durch gasreiche vulkanische Eruption, bei denen die Lava aufgeschäumt wird. Chemisch unterscheidet sich Bims nicht von anderer Lava (bzw. der Chemismus kann ebenso stark wie bei Lava variieren), er ist jedoch deutlich leichter (hat ungefähr ein Drittel der Dichte) und hat wegen der enthaltenen vulkanischen Gase oft eine deutlich hellere Farbe als Lava bei gleicher Zusammensetzung.

Bimskies kommt zum Beispiel in der Eifel vor und wird vielfach im Baugewerbe verwendet. Bimskies reagiert meist schwach sauer und ist verhältnismäßig leicht und hochporös und vermag daher Wasser zu speichern. Auch den Bimskies sollte man auswaschen oder -sieben und nur die grobsandigen bis feinkiesigen Bestandteile verwenden. Die Struktur, das heißt der Porenraum und die Krümeligkeit, lassen sich günstig beeinflussen durch einige Stoffe, die erst in den letzten Jahren auf den Markt kamen und im Gartenbau immer beliebter werden.

Bimskies wurde 1950 von Professor Paul Röszler in der Versuchs- und Forschungsanlage für erdelose Pflanzenzucht in Daisendorf am Bodensee verwendet. Man sprach damals auch von Bimskieskultur.

Dieses sehr poröse, schwammartige Gestein schien sich als gutes Füllsubstrat zu eignen. Bei kurzlebigen Gewächshauskulturen (Gemüse) traten keine Schwierigkeiten auf, dafür aber mehr bei langlebigen Zimmerpflanzen.

Bimskies enthielt je nach Ursprung viel Kalk, sowie andere Bestandteile, die die Nährlösung veränderten.
(nach Hydrotip und Wikipedia)

Update: 18.10.2017 10:00:26