Crassula ovata (Mill.) Druce

Quarzkies

Quarzkies - Es darf nur reiner Quarzkies für die Hydrokultur verwendet werden. Er darf keine Kalkbestandteile haben. Es gibt ihn noch teilweise im Handel, hat aber aufgrund seinen Gewichtes an Bedeutung verloren.

Quarz besteht chemisch aus Siliziumdioxid (SiO2) und ist der Hauptbestandteil der meisten Sande und Kiese. Daneben kommen häufig Feldspäte, Schichtsilikate (Tonmineralien, Glimmer, Schiefer etc.), Schwerminerale, Eisen- und Manganminerale sowie Gesteinsbruchstücke vor. Auch die Feldspäte und Schichtsilikate enthalten die Elemente Silizium und Sauerstoff.

Quarz ist SiO2 in der bei Temperaturen unter 573°C thermodynamisch stabilsten kristallinen Modifikation. "Thermodynamisch stabil" bedeutet, dass sich theoretisch alle anderen Modifikationen des SiO2 , z.B. amorphes SiO2 (in Form von "fester Kieselsäure", Quarzglas oder Mikrosilica) oder Cristobalit, "freiwillig", d.h. auch ohne Zufuhr von Energie, in Quarz umwandeln könnten, nicht aber umgekehrt. Daher ist Quarz die mit Abstand häufigste Form, in der freies SiO2 in der Natur vorkommt. Die anderen genannten Modifikationen des SiO2 nennt man "metastabil", weil sie sich zwar in der Praxis ebenfalls als "stabil" erweisen, aber vom thermodynamischen Standpunkt nicht stabil sind, so daß eine freiwillige Umwandlung in Quarz durch physikalisch-chemische Einwirkungen angestoßen werden kann.

Siliziumdioxid bildet in Form von Silikaten (Feldspäte, Tonmineralien) oder in freier Form (Quarz) den Hauptbestandteil der festen Erdkruste. Silikate und freies Siliziumdioxid (Quarz) befinden sich in einem natürlichen Kreislauf von Neubildung und Zersetzung: Silikate reagieren mit Kohlendioxid und zerfallen zu Siliziumdioxid und Carbonaten in einem sehr langsamen chemischen Prozess, der "freiwillig", d.h. ohne Energiezufuhr von außen abläuft.
Update: 26.10.2011 00:00:00