Dracaena Salisb.

Substrate

© Jochen Euler

Ein Überblick

(Dieser Beitrag ist in etwas kürzerer Form bei Hydrotip erschienen)

Die verschiedenen Substrate

Mit Substrat bezeichnet man allgemein einen natürlichen oder künstlichen Stoff, der anderen Stoffen, oder Lebewesen, als Lebensgrundlage dient (z.T. auch als Nährboden); bei der "Hydrokultur" bietet das anorganische Substrat den Pflanzen Halt als Ersatz für die fehlende Erde.

Das Substrat (Füllsubstrat) muss bestimmte Eigenschaften erfüllen. Diese sind:

  • Es muss strukturstabil sein,
    d.h. es darf seine Form auch bei längerem Gebrauch nicht verändern, es darf sich nicht verdichten.
  • Es muss faulungsfest sein, es darf keine Teile enthalten, die sich zusammen mit der Nährlösung zersetzen, oder Fäulnis verursachen und dadurch die Pflanzen schädigen.
  • Es darf keine Stoffe enthalten, die von der Nährlösung oder den Wurzelausscheidungen angegriffen werden und
    dadurch die Nährlösung verändern.
  • Es soll die Wasser- und Luftführung im Wurzelbereich sicherstellen, den Kapillareffekt unterstützen.
  • Es soll in der Körnung der Wurzelform und dem schwachen oder starken Wachstum der Wurzeln entgegenkommen.
  • Das Eigengewicht soll dem Pflanzenwachstum entsprechen.
    D.h. große Einzelpflanzen erfordern manchmal ein Substrat mit höherem Eigengewicht, um die Standfestigkeit zu erhöhen.



All diesen Eigenschaften kommt der heute fast ausschließlich verwendete Blähton am nächsten. Eine andere Handelsbezeichnung ist Lecaton. Dieser Name leitet sich ab aus der englischen Kennzeichnung "Light expanded clay aggregate".

a) Substrate, die für die Hydrokultur verwendet werde oder wurden

Blähton
das Substrat, was sich am Markt durchgesetzt hat und und wie es entsteht!
Im deutschsprachigen Raum wird mit dem Begriff "Hydrokultur" verbunden: Pflanzenhaltung (Zierpflanzen) in Blähton mit Anstauzone!

Lecaton

Lecadan®
ist gebrochener Blähton für die Außenhydrokultur.

Lava
heute auch nicht mehr en vogue, obwohl in der Außenhydrokultur optisch sehr natürlich, ansprechend, relativ hohes Schüttgewicht.

Blähschiefer
zur Zeit auch nicht in Mode, nur direkt beim Produzenten zu erhalten.





b) Substrate, die für die Anzucht verwendet werden

Blähton
in der Körnung 2/4 (und 4/8) für die Anzucht bestens geeignet.

Perlit

Vermiculit

sind die typischen Zuschlagstoffe für Anzuchtsubstrate.




c) Substrate, die für die Hydrokultur weniger oder gar nicht geeignet sind

Organisches Substrat,

Moos

Hydrogel

Grodan

sind Substrate, die für die für die Hydrokultur absolut ungeeignet sind!

Grodan (Steinwolle) ist in den Anfangsjahren von den Erwerbsgärtnern sehr geschätzt worden, es ist eine Fasermatte und beständig gegen Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer, da ihr Hauptbestandteil Dolomit, Basalt, Diabas und Anorthosit ist. Es lässt sich als Hydrokultursubstrat nicht recyceln.



d) Substrate, die nur noch historische Bedeutung haben

Quarzkies

Bimskies

Granitsplitt

Hygromull

Baystrat





e) Substrate, die KEINE Hydrokultur-Substrate sind!


Seramis



Lechuza-Pon

Update: 07.10.2017 13:58:19