Sansevieria kirkii Baker ′Friends′

So entsteht Blähton

© Stefan Hecktor

Blähton ist das Substrat für die Hydrokultur

Aus zwei Tongruben wird der Rohton in großen Mieten zwischengelagert und durch die Vermischung homogenisiert. Der Rohton wird in Mühlen zerkleinert. Im Trockenofen wird das Material getrocknet. Der Ofen ist etwa 60 Meter lang, hat einen Durchmesser von 2 bis 3m, steht leicht geneigt und dreht sich (siehe Seite 1). Im Brennofen bei 1100°C entweicht das Silicium und das Aluminium aus dem Ton. Dadurch wird die Außenhaut "gesintert".

Die Brenntemperatur hat einen entscheidenden Anteil am Salzgehalt, da die Salze "ausgebrannt" werden. Durch den Brennvorgang entstehen kleine, nierenförmige, rotbraune Körner mit einer festen, keramischen Außenhaut und einem porösen Innenkern. Nach dem Brennvorgang fallen die noch roten Körner durch ein Rost, werden in unterschiedliche Fraktionsgrößen abgesiebt und über Förderbänder zur Halde gebracht. Diese Körner verrotten nicht, sie können weder faulen noch schimmeln.



Mit einem ausgewogenen pHWert und genau definierten, ständig überwachten Merkmalen sind sie für die Pflanzenhaltung optimiert. Der Original Lamstedter Blähton wird für verschiedenste Einsatzbereiche in diversen Korngrößen produziert. In mehrerem Sackanlagen werden die verschiedensten Produkte dann abgesackt. Für weitere Anwendungen werden die Blähtonkörner gezielt aufgebrochen, um z. B. die Wasserspeicherfähigkeit noch zu erhöhen. Normaler Blähton hat etwa eine 22%ige Wasseraufnahmemöglichkeit, gebrochener Blähton schon 30% (MultiSubstrat). So ergibt sich ein umfangreiches Sortiment an Substraten, mit dem Zimmer- und Gartenpflanzen, Balkonblumen und Parkbäume gleichermaßen ihren guten Grund für Grün finden.

Diese Eigenschaften machen Original Lamstedter Blähton für Pflanzen so wertvoll:
  • Anorganisch
  • Biologisch und chemisch neutral
  • Unempfindlich gegen Fäulnis und Zersetzung
  • Frei von Krankheitserregern
  • Wasserspeichernd und -führend
  • Luftleitend
  • Strukturstabil und scherfest
  • Geruchlos
  • Unter ständiger wissenschaftlicher Kontrolle


Der Original Lamstedter Blähton wird neben den sehr aufwendigen eigenen Werkskontrollen von unabhängigen Labors und Universitäten ständig fremdüberwacht, z.B.
  • Institut für Bodenkunde und Pflanzenernährung der FH Weihenstephan, Freising
  • Institut für Zierpflanzenbau, Staatl. Versuchsanstalt für Gartenbau der FH Weihenstephan, Freising
  • Institut für Grünplanung und Gartenarchitektur der Universität Hannover
  • Institut für Ökologie, Abt. Angewandte Bodenkunde der Universität GH Essen

Anlässlich unserer Mitgliederversammlung besichtigten etwa 20 Mitglieder am 18. September 2004 das Blähtonwerk der Firma Fibo ExClay in Lamstedt. Frau Nixdorf und Herr Hillenbrand führten uns durch die Betriebsstätte.

In Lamstedt werden seit über 30 Jahren Blähtone produziert: 180.000 - 200.000 m³ Blähton pro Jahr, wobei 2/3 für die Bauindustrie und 1/3 für die grüne Branche sind. Der Blähton wird hierbei nach dem Leca-Verfahren gebrannt. Im Gegensatz dazu wird im Südschwarzwald der Blähton nach dem LiaporVerfahren hergestellt. Die Körner sind dann rund.

 

 


Die Lamstedter Blähtone werden untersucht nach den Qualitätsanforderungen von Prof. Dr. Fischer und Prof. Dr. Penningsfeld der Staatlichen Versuchsanstalt für Gartenbau in Weihenstephan und der niederländischen R. H.P. sowie nach den Qualitätsanforderungen der Richtlinien für Dachbegrünung- und seit 2004 auch Innenraumbegrünung - der FLL, Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V., Troisdorf.




Weitere Informationen:
Fibo ExClay Deutschland GmbH
Rahdener Straße l,
21769 Lamstedt
Telefon: 04773/896-0
Fax 04773/896-133
Mail:Vertrieb@fiboexclay.de
Internet Fibo ExClay (SH)

Update: 06.11.2014 10:31:45