Crassula ovata (Mill.) Druce

Clivia miniata (Klievie)

© Herbert Mosel

Pflanzenportrait

Pflanzenbeschreibung

° Pflanzenfamilie:
Amaryllidaceae – Amaryllisgewächse


° Sortiment:
Es gibt drei Arten wobei die Clivia miniata (Lindl.) Regel in gärtnerischer Kultur ist. Eine weitere Art ist Clivia nobilis Lindl..


° Herkunft:
Die Clivia stammt aus Südafrika, aus dem Gebiet Natal.


° Gestalt:

Clivien haben einen Zwiebelstamm und fleischige Wurzeln, sind also keine echten Zwiebelblumen. Das Laub ist bodenständig und immergrün. Die dicken Blätter treiben paarig aus und bilden mit den Jahren einen starken Stamm. Höhe ca. 60 – 80 cm. Der Blütenschaft wächst im Frühjahr immer zwischen den Blättern, niemals aus dem Wachstumszentrum heraus, er überragt die Blätter etwas. Der Stiel ist flachgedrückt und treibt oben eine Dolde mit bis zu 20 schönen Einzelblüten aus. Die Blütenfarbe ist mennigerot und fällt manchmal etwas heller aber auch dunkler aus. Eine erneute Blüte im Herbst ist bei guter Pflege möglich.


° Ansprüche an den Standort:
Sie liebt lehmigen Boden mit durchlässigem Grund und Humusauflage. Immer am gleichen Standort, Sommer wie Winter, nicht drehen. Ein helles Fenster nach Osten bis Südosten mit Morgensonne ist gut, aber kein Heizkörper darunter.


Pflanzenpflege

° Pflege:
Gute Temperatur von Oktober bis Januar zwischen 6° – 12°. Nicht allzu empfindlich gegen trockene Luft. Laub regelmäßig vom Staub befreien. Samenstände nicht ausreifen lassen, sondern entfernen, da der Samen meist nicht keimfähig ist. Die Samenbildung kostet die Pflanze nur unnötige Kraft.

° Gießen und Düngen:
Im Sommer reichlich gießen aber auf keinen Fall Staunässe. Im Winter nur soviel, dass der Topf nicht austrocknet. Nicht zwischen die Blätter gießen. Erst wenn der Blütenschaft ca. 15 cm herausgewachsen ist darf wieder etwas mehr gegossen werden. Dabei auch die Temperatur erhöhen. Wenn die Klivie nicht blüht wurde ab Oktober zu viel gegossen. Werden die Blätter gelbfleckig, so wurde mit zu kaltem Wasser gegossen.

° Pflanzenschutz:
Befall von Schildläusen oder Schmierläusen kommt meist vom zu warmen Winterstandort. Bekämpfung langwierig weil diese Viecher meist in den schwer zugänglichen Blattachseln sitzen. Behandlung mit Schutzmitteln mehrmals in Abständen von 8-10 Tagen wiederholen.

° Umsetzen:
Junge Pflanzen am Anfang jährlich. Ältere Pflanzen werden seltener umgetopft. Erst, wenn die Wurzeln den Topf sprengen wollen. Aber immer nach Ende der Blüte.

° Vermehrung:
Am besten durch ausgereifte Kindel. Das heißt nicht zu früh abnehmen! Im zweiten Jahr mit mindestens 4-5 Blättern. Die Wurzel freilegen und von der Mutterpflanze mit einem sehr scharfen Messer abtrennen. Das Messer muss nicht klinisch steril, keimfrei sein, aber wenn Sie es gründlich säubern, ist die Chance wesentlich größer, dass die Bewurzelung gelingt.

° Anmerkungen:
Ein weiterer, wenig gebräuchlicher Name ist "Riemenblatt", er ist von der Blattform abgeleitet.
Clivien, die die Blüte verweigern wurden ab Oktober zu viel gegossen.

° Hydrokultur:
ja, ist gut geeignet als Solitärpflanze bei konsequenter Einhaltung der Ruhezeit und niedrigstem Wasserstand.

Herbert Mosel
(01.08.2011)

Update: 27.01.2016 17:42:59