Dracaena Salisb.

65 Jahre jung ist die "Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur e.V."

Als wir 2001 das 50 Jahre-Jubelfest in Mannheim in der Hydroteufel-Gärtnerei feierten, befand sich der Verein in schwierigen Hydrokultur-Zeiten und im Aufbruch. Günter Gregg war es damals in kurzer Zeit gelungen, viele Personen zu begeistern und ihr Herzblut für die Hydrokultur in unseren Verein einzubringen: Udo Stock, Dr. Heinz-Dieter Molitor, Dr. Harald Strauch, Jürgen Ströer und Stefan Hecktor konnten für das Präsidium gewonnen werden. Gemeinsam mit "altgedienten" Mitgliedern wie Herbert Mosel, sowie Gabi und Jochen Euler sowie weiteren Enthusiasten wie Horst Claussen, Dirk Jendrek  und Wilfried Teufel haben wir dem Verein neues Leben eingehaucht. Unser Ziel die "Hydrokultur" zu fördern und über das System zu informieren ist uns trotz kleinem Budget und kleiner "Manpower"  ganz gut gelungen.  Und das in einer Zeit, in der die großen Hydrokultur-Systemanbieter verschwunden sind (HYGRENO) oder fast bedeutungslos wurden (Leni, Magic Green, Luwasa)  und der Markt für Privatkunden  zusammengebrochen ist. Heute besetzt die "Hydrokultur" in Deutschland einen Nischenmarkt. Aber die Raumbegrüner,  Gärtner und Floristen, die es verkaufen sind von ihr überzeugt. Und wir sind es auch, verschließen aber vor Problemen nicht die Augen und sehen uns Pflanzensysteme genau an, ohne Scheuklappen. Die Pflanze steht bei uns im Mittelpunkt, und mit i hr das Wohlergehen für uns Menschen.

Unsere Vereinszeitung "Hydrokultur intern" (Nachfolger der legendären Zeitung "Die Pflanze") wurde 2001 von der Geschäftsführung in Eigenregie neu aufgelegt. Ab 2005 wurde das ehrenamtliche Redaktionsteam vergrößert und das Layout und der Druck in die professionellen Hände von Herrn Uwe Spieler in Essen gegeben. Und die Zeitung ist echt Klasse! Viele große und kleine Berichte ergeben  ein gutes Bild rund um die "Hydrokultur". Es geht um die Nährlösung, das Wohlbefinden durch Grün, Wintergärten, das richtige Licht, Pflanzenschutzthemen, Luftreinigung durch Pflanzen, Anzeiger im Test, Berichte von der IPM, Hydrokulturgärtnereien, aber auch von botanischen Gärten und Objekten, Pflanzenbeschreibungen, "Hydrokultur" in der Welt (Von Mexiko über Österreich bis Kanada). Natürlich wird auch über Personen der "Hydrokultur" geschrieben und, und, und …!

Neben dem Messeauftritt wurde für uns der Internetauftritt immer wichtiger. Als kleine Seite im weltweiten Netz hat es 2001 angefangen. Ab 2005 verwenden wir das KLARA-System von Dirk Jendrek. Jochen Euler ist der Kopf der Online-Redaktion. Mehrere tausend Artikel und Bilder sind auf der Homepage eingestellt. Die "Hydrokultur-Literatur-Datenbank" von Dr. Molitor im "geschlossenen" Mitgliederbereich ist weltweit einmalig in dieser Branche. Natürlich sind alle Hydrokultur-intern-Zeitungen auf unserer Homepage hinterlegt. Auch im "Social-Media"  wie Facebook sind wir aktiv, wobei wir dort noch mehr Engagement benötigen. 

Aber was nützt jede Vereinszeitung und jede noch so tolle Webpräsenz, wenn man sich nicht auch ab und zu in die Augen schauen kann. Neben den Präsidiumssitzungen 1 – 2 x pro Jahr ist dies vor allem unsere jährliche Mitgliederversammlung im Spätsommer. Und wenn man schon hunderte von Kilometern zurücklegt, ist es wichtig, das rund um die obligatorische Versammlung ein interessantes Rahmenprogramm  mit vielen neuen Eindrücken und Zeit für Gespräche vorhanden ist. Und so haben wir die letzten Mitgliederversammlungen auch organisiert.

2001: Mannheim, 50 Jahre-Jubelfest mit Festvortrag Frau Dr. Elke Meinken und der Hydroteufel-Gärtnerei

2002: Geisenheim mit Forschungsanstalt, gemütlicher Ausklang mit Weinprobe

2003: Würzburg mit Forschungsanstalt Veitshöchheim und Hydrokulturgärtnerei Herrmannsdörfer, gemütlichen Abend mit Weinprobe

2004: Lamstedt mit Produktionsanlagen Lecaton

2005: Erfurt mit Deutschem Gartenbaumuseum und Stadtführung

2006: Weihenstephan mit Forschungsanstalt

2007: Osnabrück mit Hydrokultur Ströer und Nachtwächter–Führung

2008: Frankfurt mit Blumen-Hecktor, Besichtigung Commerzbank-Tower und Palmengarten

2009: Rhein-Main mit Besichtigung Lufthansa-Aviation-Center, Orchideen-Gärtnerei Hassinger, Hydro-Rotter und Baumhaus-Raumbegrünung

2010: Berlin mit Besichtigung des Bundeskanzleramtes und der Schwarzen Olive, die Begrünung im Auswärtigen Amt, Gartencenter Rothe,  Fleurop-Zentrale und Gärten der Welt

2011: Aalsmeer  mit der Versteigerung (Flora Holland), Nieuwkoop – Gärtnerei und Raumbegrünung Bruinsma

2012: Stuttgart mit Besichtigung des Porsche-Museums und den Hydrokultur-Gärtnereien Höfer und Beiermeister

2013: Rhein-Neckar mit der Besichtigung der Badewelt Sinsheim, des Luisenparks in Mannheim und Otto-Blumen

2014: Straßburg mit einer sensationellen Bustour zu Objekten der Fa. Décotropic (Familie Badda), einer Weinverkostung, einem Flammkuchenabend und der Besichtigung des Europaparlamentes

2015: Leipzig mit Objektbesichtigungen im MDR und der neuen Messe sowie die Fa. "Baum und Raum "- Daniela Hinkelmann, Stadtführung mit der Pätzolden auf "sägssch"

Uups und dann merkt man bei dieser Aufzählung, dass wir schon viel erlebt und gesehen haben. Jetzt gilt es, den Verein weiterhin fit zu machen für die Zukunft. Die Präsidiumsmitglieder sind größtenteils in einem Alter, wo man auch mal ans Aufhören denken darf. Mit Carsten Stakalies wurde im vergangenen Jahr ein junges Mitglied ins Präsidium gewählt. Neben der Besetzung der Präsidiumsposten in der Zukunft ist natürlich auch für eine kontinuierliche Fortführung der Redaktionen (Online und Offline) zu sorgen. Deshalb ist es wichtig, dass wir für unseren Verein immer wieder neue Mitglieder gewinnen, und wir uns alle für die "Hydrokultur" so begeistern, dass wir uns in unserem Verein engagieren. Überlegen Sie doch bitte einmal wo sie sich einbringen können. Oder gibt es etwa auch neue Ideen, wie wir die "Hydrokultur" fördern können. Die letzten Jahre zeigen deutlich, dass auch ein kleiner Verein viel bewegen kann.


(07.09.2016)

 
Update: 24.01.2017 20:07:39