Lantana camara L.

Düngung in Hydrokultursystemen

"Hydrokulturen zählen zu den ungepufferten Begrünungs-Systemen.
Ein solches System ist direkt und sehr leicht zu beeinflussen und reagiert rasch auf Maßnahmen, wie beispielsweise eine angepasste Düngung. Diejenigen, die sich mit ungepufferten Systemen auskennen, nutzen den Vorteil der schnellen Einflussnahme dieser Systeme. ....
Nutzbar ist dieser Vorzug ungepufferter Systeme auch für Raumbegrüner, er kann mithilfe einer geeigneten Düngung auf das nahezu ungepufferte System Einfluss zu nehmen.

Zu diesem besonderen Wissen gehört die Erfahrung mit dem Umgang der Wasseranalyse und der richtigen Nährstoff-Komposition. Das Wasser in Deutschland ist von sehr unterschiedlicher Qualität und an diese Unterschiede sollte die Düngung angepasst werden.
Nur dann lässt sich auch ein Vorteil und Optimum erreichen. Im Einzelnen sind es:

  • Die Wasserhärte, die das Verhältnis von Nitrat- zu Ammonium-Stickstoff im Dünger zur pH-Wert Regulierung bestimmt.
  • Der Calcium-, Magnesium- und Sulfatgehalt, der eine Mindestmenge aufweisen muss, damit die Pflanzen ausreichend mit diesen Hauptnährstoffen versorgt sind.
  • Der Natrium- und Chloridgehalt, der einen bestimmten Schwellenwert nicht überschreiten darf, damit Schäden durch diese störenden Ballast-Ionen an Pflanzen vermieden werden.

Die strikte Einhaltung dieser wenigen Punkte zur Wasseranalyse in Verbindung mit dem verwendeten Dünger -

  • Flüssigdünger,
  • Salzdünger,
  • Ionen-Austauschdünger -

entscheidet im Voraus über das Kriterium Vorteil bzw. Nachteil der Hydrokultur.  " (Vorteil Hydrokultur)

"Das Wasser ist die Wiege aller Lebewesen. Das war schon vor vielen hundert Millionen Jah­ren so, als sich in den Urmeeren die ersten Algen entwickelten, die Vorläufer der heutigen Pflanzen. Als dann die Pflanzen im Verlaufe von Jahrmillionen das Festland zu erobern began­nen, änderte sich an ihrer Ernährungsweise im Grunde nur sehr wenig: Anstatt in ihrer Nährlö­sung zu schwimmen, saugten sie diese mit ihren Wurzeln aus den Ritzen von Felsen und aus dem Boden, in dem sie sich verankerten. Die Hydrokultur bietet den Pflanzen also zweierlei: ei­ne Unterlage (Substrat) und einen Speicher für Wasser und Nährstoffe, die teils im Wasser ge­löst, teils in unlöslicher Form vorhanden sind" (Baumann, 1982)

Das Kultursystem Hydrokultur ist mit all seinen Variationen unabhängig von den Orten, an denen es eingesetzt wird. Dieses Kultursystem ist nicht abhängig von einem Innenraum oder Gewächshaus oder Garten.
Die Pflanze muss nicht ihre zum Leben wichtigen Stoffe (s.o.) aus dem organischen Substrat mühselig und aufwendig chemisch aufarbeiten, sondern es wird ihr entsprechend mit dem Gießwasser wohl dosiert in der Nährlösung zugeführt!

Alle auf dem Markt angebotenen Dünger können nur (großzügige) Kompromisse sein, da sie überregional angeboten werden;
Auf das Gießwasser abgestimmte Zusammensetzungen finden Sie nur unter: Düngung

Die weiterführenden, ergänzenden Artikel finden Sie unter:


(17.04.2016

 
 
 
 
 
 
 
Update: 08.12.2016 19:53:52