Rosmarinus officinalis L.

Original Hydokultur — Lexikalische Erläuterung



Original Hydrokultur

0 Hydrokultur - Definition

1 Wärme
In der Innenraumbegrünung werden vorwiegend wärmeliebende Pflanzen aus tropisch - subtropischen Gebieten verwendet, die für ihr Wohlbefinden Temperaturen von 18°C bis 24 °C benötigen. Vermeiden Sie Zugluft.

2 Pflanzen
Sie sollten entsprechend den Kriterien der Qualitätsnormen des Zentralverbandes Gartenbau e.V. Bonn kultiviert sein. Der Standort im Zimmer bestimmt die Pflanzenauswahl.

3 Substrate
Das Substrat für langjähriges gesundes Pflanzenwachstum ist Blähton.
Blähton ist gebrannter Ton und dauerhaft strukturstabil - das heißt, es kann im Gegensatz zu Blumenerde nicht verdichten. Die Pflanzenwurzeln können besser atmen und dadurch wird häufiges Umtopfen gespart.
Außerdem ist Blähton frei von pflanzenschädlichen Stoffen, Krankheitserregern und Schimmelpilzen. Dies ist besonders wichtig fürAllergiker.

4 Licht
Es hat für das Leben der Pflanze große Bedeutung. Mit zunehmender Entfernung vom Fenster als natürliche Lichtquelle sinken die Helligkeitswerte stark ab, jedoch ist mit Zusatzlicht selbst im Innenbereich des Raumes noch beachtliches Pflanzenwachstum möglich.

5-1 Gießen
Gießen mit Leitungswasser bis zur Optimum-Markierung des Wasserstandsanzeigers. Erst wenn der Wasserstand auf Minimum abgesunken ist, wird der Wasservorrat wieder auf Optimum aufgefüllt.
Nur bei längerer Abwesenheit sollten Sie bis ,Maximum auffüllen. Bei jedem Gießen den Anzeiger auf seine Funktion prüfen.
Bei Gefäßen mit Düngerohr wird dieses zum Düngen und zum Gießen benötigt.

5-2 Düngen
erfolgt zweckmäßig alle 3 Monate mit Hydrokultur-Langzeit-Dünger (z.B. LEWATIT HD5O oder FLORALIN plus Langzeitdünger).

Achten Sie dabei auffolgende Düngeregeln:

  • Der Langzeitdünger ist wasserunlöslich
  • Die Anwendung erfolgt bei Tischgefäßen, indem Sie die Pflanze aus dem Gefäß nehmen, den verbrauchten Langzeitdünger entfernen und den neuen Langzeitdünger auf den Gefäßboden streuen. Bei Bodengefäßen verwenden Sie das Düngerohr. Wichtig ist immer, dass der Langzeitdünger in die wasserführende Schicht gelangt.
  • In Regionen mit weichem bis mittlerem Leitungswasser (Härtebereiche 1, 2 und 2-3) achten Sie bitte darauf, dass Sie FLORALIN plus Langzeitdünger verwenden, um die Pflanzen mit lebensnotwendigem Kalzium zu versorgen. Bei hartem Wasser (Härtebereich 3 ÷ 4) können Sie das bewährte LEWATIT HD 50 verwenden.
  • Pro 50 cm Pflanzenhöhe sollten Sie
    25 — 30 ml Langzeitdünger verwenden. Die Düngewirkung reicht für 3 bis 4 Monate.

Daneben können Sie auch spezielle Flüssigdünger, oder Salzdünger für Hydrokulturen verwenden. Hierbei müssen Sie Ihre Pflanzen mit jedem Gießen mit der beschriebenen Konzentration düngen.

5-3 Düngerohr
Für die Langzeitdüngung muss ein Düngerohr mit Vliesbeutel eingebaut werden. Dieses gibt es in verschiedenen Größen und Höhen. Das Düngerohr garantiert einen optimalen Nährstoffaustausch in der wasserführenden Zone. Nach 3 Monaten wird der Langzeitdünger und der Vliesbeutel des Düngerohres ausgewechselt.

6 Hydrokulturgefäß
Es sollte wasserdicht und lebensmittelecht sein. Es ist mit den Maßen des Kulturtopfes abgestimmt.
Viele verschiedene Formen und Materialien gibt es heute auf dem Markt.

7 Kulturtopf
Er wird in der Anzucht der Hydrokulturpflanzen benötigt und ist mit den Höhen der Wasserstandsanzeiger abgestimmt.

8 Wasserstandsanzeiger

9 Pflanzenauswahl
Die Auswahl an Hydrokulturpflanzen ist größer, als Sie vielleicht denken. Rein theoretisch kann jede Pflanze in Hydrokultur gehalten werden. Wegen der Langlebigkeit haben sich tropische Grün— und Blattpflanzen und Palmen am besten als Zimmerpflanzen bewährt. Sei es die Birkenfeige (Ficus) oder der besonders robuste Drachenbaum (Dracaena), sei es die bekannte Kentiapalme oder der bewährte Philodendron, wenn der Standort in Büro oder Wohnung zur Pflanze passt, entscheidet nur noch der Geschmack. Daneben gibt es auch eine breite Auswahl an Blütenpflanzen: Flamingoblume und Einblatt blühen immer wieder nach.
Übrigens auch Kakteen und andere Sukkulenten gedeihen durch die gute Luftführung im Wurzelbereich hervorragend in Hydrokultur.

10 Luftreinhaltung
Untersuchungen der NASA (Behörde der USA für Luftfahrt und Raumforschung) bestätigen, dass Pflanzen die Fähigkeiten besitzen, Luftschadstoffe über ihre Blätter und im besonderen Maße über die Wurzeln aufzunehmen, in ihr Stoffwechselgeschehen einzubeziehen und durch Stoffumwandlung zu entgiften. Vor allem Stoffe wie Benzol, Formaldehyd und Nikotin können der Umgebungsluft entzogen werden. Pflanzen in Hydrokultur stellen aufgrund ihres gesunden Wachstums in Verbindung mit dem mineralischen Substrat nachweislich ein besonders wirksames Filtersystem zur Verbesserung der Raumluft dar. Daneben wird durch eine entsprechende Anzahl Pflanzen die Luftfeuchtigkeit erhöht und der Lärmpegel reduziert.
Durch zahlreiche Untersuchungen in Norwegen, Niederlanden
und den USA konnte belegt werden, dass die Gegenwart von Pflanzen die seelische Ausgeglichenheit, das Wohlbefinden, die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit des Menschen gefördert wird.

Update: 28.09.2015 09:57:35