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Siebenschläfer - Sieben Schläfer

© Jochen Euler

Bauernregeln zum Anfassen und Nasswerden

Wer kennt sie nicht die Bauernregeln, einige sind amüsant und sollen wohl diese uralten Erfahrungen verunglimpfen, lächerlich machen.
"Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder bleibt so, wie es ist."

Aber vor ein paar Tagen konnten wir wieder den "Siebschläfer-Tag" erleben, feiern und die dazu gehörenden Bauerregeln sind neben den "Eisheiligen" wohl die bekanntesten!

  • Ist der Siebenschläfer nass, regnet es ohne Unterlass
  • Siebenschläfer Regen – sieben Wochen Regen
  • Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag
  • Wenn’s am Siebenschläfer regnet, sind wir sieben Wochen mit Regen gesegnet

  • Wie’s Wetter am Siebenschläfertag, so der Juli werden mag
  • Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, dann regnets ganze sieben Wochen
  • Regnet’s am Siebenschläfertag, der Regen sieben Wochen nicht weichen mag

  • Wie das Wetter am Siebenschläfertag sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt
  • Werden die sieben Schläfer nass, regnet’s noch lange Fass um Fass
  • Der Siebenschläferregen, der bringt dem Lande keinen Segen


Die Siebenschläferregel zählt zu den Singularitäten, so werden in der Meteorologie sich regelmäßig wiederholende Wetterlagen im Jahresablauf bezeichnet.
Wichtig ist auch bei diesen Regeln, logischer Weise, der Entstehungsort.
Berücksichtigt man diese Bedingungen, dann trifft nach neusten Beobachtungen und Berechnungen im südlichen Deutschland diese Siebenschläfer-Regel mit einer 80%igen Sicherheit zu, in den übrigen Regionen allerdings mit nur 60%.
Wichtig allerdings zu dieser Regel ist auch die Tatsache, wann sie entstand und damit nach dem Julianischen Kalender, d.h., der Lostag / Stichtag ist erst am 07. Juli und nicht am 27. Juni.

Die Legende zu diesem Gedenktag:  Die Sieben Schläfer von Ephesus
Sieben junge Christen hatten in der Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Decius (249–251) in einer Berghöhle nahe Ephesus Zuflucht gesucht. Sie wurden entdeckt und lebendig eingemauert.  Ihre Namen werden als Maximian, Malchus, Martinian, Dionysius, Johannes, Serapion und Constantin überliefert.
Im Jahr 447 wollte ein Bürger die Höhle als Schafstall benutzen und ließ das Mauerwerk entfernen. Die Brüder erwachten, einer lief, um Brot zu holen; er kannte niemanden mehr in der inzwischen christlich gewordenen Stadt und gab dem erstaunten Bäcker eine Goldmünze mit dem Bild von Kaiser Decius zur Bezahlung. Da ging der Bischof mit den erstaunten Bürgern zur Höhle und fand alle Brüder lebend vor.
Die Grotte der sieben Schläfer wird heute im Ruinengelände von Ephesus gezeigt.

Die Legende wird erstmals im 6. Jahrhundert schriftlich dokumentiert, Gregor von Tours (538–594) übersetzte sie erstmals ins Lateinische. Es gibt mehrere syrische und griechische Varianten. Auch der Islam (Koran, Sure 18, "Die Höhle") erzählt eine Version dieser Geschichte.

Wenn Sie sich noch intensiver mit diesem Thema beschäftigen möchten, dann klicken Sie auf diese Seite oder auch sehr lesenswert  ist die Seite der Segler!

Wenn Sie die kirchengeschichtlichen Hintergründe aufspüren wollen, dann empfehlen wir Ihnen das Ökomenisches Heiligenlexikon.

Update: 28.06.2016 11:08:34