Dracaena Salisb.

Kentiapalme - Howea forsteriana

© Jochen Euler

Probleme mit Pilzbefall
Sie gehört zur Pflanzenfamilie der Arecaceae (Palmae) und stammt von den Lord – Howe - Inseln im Pazifik. Ihre Blätter sind lange, gleichmäßig gefiederte Wedel und dunkelgrün.
Ihr Wuchs ist einstämmig, darum werden sie meist zu mehreren als Tuff gepflanzt, damit sie üppiger wirken. Sie können bis 2,50m hoch werden.

Ihr Standort sollte hell bis halbschattig sein, aber keine direkte Sonne beinhalten, verträgt notfalls auch Schatten, warm um 18°C ; sogar trockene Zimmerluft tut ihr keinen Abbruch.
Die Kentia - Palme ist sehr widerstandsfähig und wirkt sehr elegant. Deshalb ist sie in der Raumbegrünung sehr beliebt. Mit zunehmendem Alter und Größe hängen die Wedel immer mehr über.

Achtung:
In den letzten Jahren ist ein Pilz in Beständen aufgetreten, der schwer zu bekämpfen war. Scheinbar gesunde Pflanzen wurden in Büroräumen in Gefäße ausgepflanzt. Schon nach wenigen Wochen verbraunten einzelne Wedel und konnten problemlos aus dem Blähton gezogen werden.
Die Wurzeln waren von Pilzen infiziert und führten bei den nicht mehr optimalen Bedingungen in den Innenräumen zum Absterben der Wurzeln am Wurzelschaft. Dieser Befall führt in kurzer Zeit zum Absterben des gesamten Kentia-Tuffes.

Aus gegebenem Anlass, die abgebildete Howeapalme war nach einem halben Jahr abgestorben, haben wir dieses Problem Prof. Dr. Wohanka, Geisenheim vorgelegt; seine Antwort:
"Aus der Beschreibung lässt sich keine Diagnose ableiten – zumindest Bakterien oder Viren können aber weitgehend ausgeschlossen werden.
Allerdings gibt es bei Kentien häufiger Probleme mit Gliocladium vermoesenii, einem Pilz, der bereits die Sämlinge befällt. In diesem Fall hilft häufig in kräftiges Ausputzen, Entfernen der abgestorbenen Einzelpflanzen und Umtopfen in sauberes Substrat.

Der Gliocladium vermoesenii ist im Jahr 2005 wieder in Nalanthamala vermoesenii umbenannt wurde. Diese Krankheit wird häufig als "Gliocladium -Knollenfäule" bezeichnet.
Wenn der Befall noch begrenzt ist, reicht es, die befallenen Pflanzen zu entsorgen und den Rest in sauberes Substrat umzusetzen, außer die Schädigung ist schon sehr weit fortgeschritten. Natürlich ist es auch sinnvoll, das Gefäß gründlich zu reinigen. Bei mir zu Hause steht nun eine Kentia schon mehr als 20 Jahre nach der von mir beschriebenen Rettungsaktion. Wichtig ist allerdings, dass die Blattbasis trocken gehalten wird. Zusätzliche Behandlungen sind eigentlich nicht nötig."


So Prof. Dr. Dr. hc Walter Wohanka, Phytomedizin, Forschungsanstalt Geisenheim

(18.10.2010)
(10.10.2010)
Update: 11.10.2012 00:00:00